Das Heilige Grab

Heute eine Seltenheit: "sakrale Gebrauchskunst" im Stil der Nazarener

Das Heilige Grab

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heilige Gräber gab es schon in der mittelalterlichen Karfreitagsliturgie. Ihre Blütezeit erlebten sie jedoch im Barock  - vor allem in Italien.

Das Heilige Grab aus St. Magnus Mittelstetten

Neben Heiligen Gräbern, die fest in den Kirchen installiert waren, gab es auch transportable Schreine oder aber Heilige Gräber, die man - wie Kulissen - auf- und abbauen konnte.

Das Heilige Grab aus Mittelstetten gehört in diese Gruppe.

Für Entwurf und Ausführung zeichneten hier sog. Malerhandwerker verantwortlich.

 

Malerhandwerker lernten bei einem Meister und auf der Wanderschaft. Ihre Aufgabe war eigentlich die Anfertigung von Tafelbildern oder Fresken nach den Entwürfen akademischer Maler. In Bereichen mit untergeordneter Bedeutung durften Malerhandwerker jedoch auch selbst kreativ tätig werden. Das Heilige Grab aus Mittelstetten stellt ein Beispiel  für solch eine Arbeit dar.

In den Jahren 1877/78 wurde es von Leonhard  und Karl Kober im Nazarener Stil gestaltet (Ölfarbe auf Holz). Es ist eine Leihgabe der Pfarrgemeinde Mittelstetten.

 

drucken nach oben