Lust auf Afrika? Das Ferienprogramm des Museums im Sommer 2009: Afrika erleben

Zwei Tage Afrika mit der Künstlerin und Afrika-Kennerin Rita Maria Mayer

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Das Ferienprogramm von Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen fragte in diesem Jahr: „Lust auf Afrika?" Dass sehr viele Schwabmünchner Kinder Lust haben, mehr über den schwarzen Kontinent zu erfahren, zeigte sich an der Vielzahl der Anmeldungen. Elf junge „Afrikareisende" hatten das Glück, für den Kurs ausgelost zu werden - und sie waren dann auch mit Feuereifer dabei.

Im Rahmenprogramm ihrer Ausstellung „Aufbruch" ließ die Künstlerin und Afrika-Kennerin Rita Maria Mayer die Kinder  Afrika erleben - und zwar mit allen Sinnen!

Zunächst ging es im Museum um Informationen. Welche Dinge unseres Alltags stammen eigentlich aus Afrika? Wo liegt Ghana? Was spielen die Kinder dort? Haben sie überhaupt Zeit zum Spielen oder müssen sie schon früh für die Familie arbeiten? Wie sehen dort die Schulen aus? Wie leben die Leute? Wie sehen ihre Häuser aus? Welche symbolische Bedeutung hat die Erdnuss für sie und was hat es auf sich mit dem „Boabab - Baum"?

Mit großem Interesse wurden Dias aus dem Alltag von Kindern in Ghana angesehen.

Dann wurde es wild. Bei ausgelassenen Tänzen und witzigen Spielen zum Thema Afrika wurde nicht nur die Bein- sondern auch die Lachmuskulatur schwer strapaziert.

Nach einer kleinen Pause mit kühlem Wasser und köstlichen Erdnusskeksen, nach afrikanischem Rezept von Frau Mayer gebacken, war die Erschöpfung überwunden und es ging ans Töpfern. Die birnenförmigen Früchte des Baobab - Baumes (Affenbrotbaumes) galt es nachzubilden. Innen sollten die Früchte allerdings hohl sein. Hier kamen nämlich kleine Tonkügelchen hinein, die  später beim Schütteln der „Früchte" schön rasseln würden - wenn alles klappte. Doch daran bestand bei der fachkundigen Betreuung durch Rita Maria Mayer kein Zweifel.  

Nachdem die Früchte außen noch reich verziert und mit dem Namen der jeweiligen „Töpfer" versehen waren, endete der erste Afrika-Tag noch mit einem abermaligen Griff in die Erdnusskeks-Dose.

 

Der zweite Tag ließ die Gruppe Afrika in Walkertshofen erleben. Da die Bauarbeiten am Pausenhof der Grundschule die geplante Durchführung des Kurses im Außenbereich des Museums unmöglich machten, war Frau Mayer so freundlich, uns in ihr „Haus Alter Löwe" einzuladen, in dem Rita Maria Mayer wohnt und arbeitet. Das Haus beherbergte ehemals eine Gastwirtschaft - daher auch der Name.

Dort hatte sie schon am Tag zuvor die „Früchte" im Elektro-Ofen gebrannt. Nun sollten sie durch einen Räucherbrand ihre schwarz-braune Färbung erhalten.

Die Früchte kamen nun in die Glut eines Feuers, das besonders viel Rauch entwickelte. Um diesen Rauch nicht entweichen zu lassen, wurde die Feuerschale mit mehreren dicken Papiersäcken fest zugedeckt. Für die nächsten Stunden waren die Rasselfrüchte nun der Wirkung von Feuer und Rauch ganz direkt ausgesetzt.

 

Diese Zeit wurde zunächst genutzt, um zu afrikanischer Musik zu trommeln - auf Eimer und Töpfe, mit Kochlöffeln und Topfdeckeln. Dass dabei keine „richtigen" Instrumente zum Einsatz kamen, war volle Absicht. Dinge nicht weg zu werfen, wenn sie ausgedient haben, sondern sie für andere Zwecke weiter zu verwenden, ist schließlich in Ghana ganz alltäglich.

 

Nach einer Pause mit den begehrten Erdnusskeksen, Bananenmuffins und einem Ananas-Cocktail kam wieder Bewegung in die Gruppe. Spiele waren angesagt. Dann war es Zeit, das Essen vorzubereiten. Alle schnipselten Gemüse für einen afrikanischen Festtags - Eintopf. Während dieser im Keramiktopf über dem offenen Feuer schmurgelte, gab es Geschichten und Märchen aus Afrika zu hören. Danach noch ein Spiel und schon war es fertig, das super leckere  Festtagsgericht aus Huhn, Gemüse und einer Erdnusssoße mit Chili. Dazu gab es Brot. Und zu trinken? Wasser natürlich!

Zum Abschied gab es für jeden eine afrikanische Glücksperle. Ihre schwarz-braun gebrannten Rasseln konnten sich die Kinder später im Museum abholen.Was kommt hier aus Afrika

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