Neues aus dem alten Schwabmünchen

20 Jahre Ausgrabungen im römischen Töpferdorf Rapis ( 25. 07. bis 19. 09. 1999 )

Plakat-Neues aus dem alten Schwabmünchen
 

Dass sich die Römer in Schwabmünchen (Rapis) niedergelassen hatten, wusste man seit langem: Schon am Beginn unseres Jahrhunderts sind die ersten römischen Fundstellen am Nordrand der Stadt entdeckt worden.

Dass es sich bei dem Ort Rapis jedoch um ein Keramiker - Zentrum handelte, dessen Produkte weit in den osteuropäischen Raum geliefert wurden, ergaben erst die seit 1978 vorgenommenen Grabungen.

Die ersten Töpferöfen wurden 1960 und 1969 angeschnitten und ausgegraben. Nach den über die Jahre gewonnenen Grabungsergebnissen konnte man den Charakter der römischen Niederlassung genau bestimmen. Es handelte sich um eine ländliche Handwerkersiedlung (lat. vicus), ein Töpferdorf. Es darf heute zu den am besten untersuchten Gewerbesiedlungen der römischen Kaiserzeit in Südwestdeutschland gezählt werden und stellt ein bedeutendes Forschungsobjekt der Siedlungs- und Handwerksarchäologie dar.

 

Die Ausstellung zeigte besonders interessante Grabungsfunde, die sonst nicht in Schwabmünchen zu sehen sind. Darunter auch Reibeschüsseln mit dem Dekor, das als „Markenzeichen" für Ware aus Rapis gelten konnte.

Wolfgang Czysz - Rapis

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