Ostereier - Ausstellung

17. 03. bis 14. 04.1996

Plakat-Ostereierausstellung
 

Die Ausstellung zeigte Eier, die in den vielfältigsten Techniken verziert worden waren. Sie zeigte Eier aus Holz, aus Glas, aus Porzellan und aus Ei - von der Wachtel bis zum Strauß.

 

 

Gemeinsam war den kleinen Kunstwerken, dass sie in und um Schwabmünchen gestaltet oder gesammelt worden waren.

 

So sahen wir Eier aus der "Osterwerkstatt" von Heinz Zweng, Schwabmünchen, der  meisterhaft verschie­dene Techniken der Gestaltung beherrscht, so z. B. das Fräsen. Seine "Filigraneier" wirken wie aus Spitzenge­webe.

 

Monika Sedelmaier aus Königsbrunn gestaltete Ostereier in Aquarelltechnik. Ihre Szenen aus Märchen und Fabeln oder ihre Blicke in das Leben der Zwerge und der (Oster)-Hasen waren mit vielen liebenswürdigen Details versehen. Neben ihren „frei gestalteten" Eiern sah man auch ihre "Eierfassung" von Beatrix Potters Bilder- und Versgeschichte "Peter Hase", bei der sie die Motive originalgetreu auf die Eier übertragen hatte.

 

Doch die Ausstellung tat auch einen Blick in Augsburger und Schwabmünchner Sammlungen. Man sah wertvolle Porzellaneier und bedruckte englische Blech-Eier. Der Schwerpunkt  innerhalb der Sammlungen lag jedoch im osteuropäischen Raum. In den Ländern Osteuropas hat das kunstvolle Schmücken von Ostereiern die längste und vielfältigste Tradition. Neben ungarischen Filigraneiern präsentierten wir kunstvoll in Kratztechnik gestaltete tschechische Eier.

Eine weitere komplizierte traditionelle Technik des Eierschmückens stellt das Batiken dar. Die meisten Beispiele hierzu stammten aus der ehemaligen Tschechoslowakei: Gänse- und Hühnereier mit reichen ornamentalen Mustern in den Farben schwarz, rot, gelb und weiß. Und auch sorbische Eier gab es zu sehen, mit komplizierten Mustern in Wachstechnik geschmückt.

Aus Rumänien sahen wir wunderschön bemalte Eier und sog. Brauteier aus der Bukowina, mit Glasperlen geschmückt. Daneben gab es bemalte Eier aus Russland zu sehen und ornamentierte Holzeier aus der Ukraine. Und natürlich die "Eier aus der Ferne": Eier, in China japanisch bemalt und nach Hawaii exportiert, saudi-arabische und indische Eier, ein beklebtes Ei aus Japan.

 

An den Eiern in der Ausstellung aus den Sammlungen Case (Augsburg), Blümel, Droll, Heckl, Haslach (Großaitingen), Kuhfittig, Scherz, Wattolik, Winter und Ziegler dokumentierte sich tatsächlich eine Welt im Kleinen.

 

Für Kinder ab sechs Jahren wurde die Ausstellung von einer Osterwerkstatt begleitet, in der Eier in verschiedenen Techniken gestaltet werden konnten.

 

 

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