Teufel, Teufel!

Diabolisches in Wort und Bild ( 25. 07. bis 10. 09. 1995 )

Plakat-Teufel,Teufel

Der Teufel lebt vielleicht nicht in uns, doch zweifellos lassen wir ihn mit uns leben. Verbildlichungen des Teufels traf und trifft man in vielen Bereichen des Alltags - von  seinem häufigen Auftauchen in unserem Sprachgebrauch ganz zu schweigen.

 

Die Ausstellung warf einen - nicht ganz ernst gemeinten - Blick auf diese teuflische Allgegenwärtigkeit und blickte dabei aus verschiedenen Perspektiven auf ihr Thema.

Sie brachte Teufelsdarstellungen aus der Kunst- und Architekturgeschichte, zeigte das Bild des Teufels in mittelalterlichen illustrierten Anklageschriften gegen Zauberer und Unholde.

Mannshoch vergrößerte Reproduktionen mittelalterlicher Holzschnitte in der Ausstellung präsentierten den Teufel in seiner vielfältigen Gestalt unter seinen vielfältigen Namen.

 

aus der AusstellungDoch es wurde auch deutlich, dass man nicht zurückblicken muss in dunkle alte Zeiten, um den Teufel zu finden. Heute mag im weltlichen Bild- und Sprachgebrauch sein Schrecken zwar verblasst sein. Andere Begriffe benennen nun, was man mit seinem Namen zu früheren Zeiten verband. Aus den Augen und aus dem Sinn haben wir den Teufel dennoch nicht verloren.

 

Ein Kernstück der Ausstellung, eine Sammlung künstlerisch gestalteter Exlibris aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bewies, dass das Teufelsmotiv gerade in diesem Medium oft Verwendung findet.

Und nicht zuletzt steckt auch heute noch "der Teufel im Detail". Sprichwörter belegen, dass Teuflisches und Höllisches in unserem Alltag durchaus ihren Platz haben. Eingangsportal

 

Der Kasperl braucht den Teufel nach wie vor als Gegenspieler; weder Fehlerteufel noch Fleckenteufel sind uns fremd. Teufelsfiguren fungieren sogar als Maskottchen. Zwar hüten wir uns, den Teufel an die Wand zu malen, doch sogar in der Werbung ist er beliebtes Motiv.

 

"Teufel, Teufel!" war eine Wanderausstellung des Stadtmuseums Schongau (ursprüngliche Konzeption Kay Reinhardt). Sie wurde in Schwabmünchen ganz neu präsentiert und - alles andere als ernst - gestaltet.

 

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