Birkach - Buch „Landkreis Schwabmünchen“ (2. Auflage 1975)

Deckblatt - Buch "Landkreis Schwabmünchen"

In dem Buch "Landkreis Schwabmünchen" (2. Auflage 1975), Herausgeber Landkreis Augsburg, finden sich folgende Informationen über Birkach:

 

• Ort

 

Unter den in der Bestätigungsurkunde Bischof Ulrichs von 969 aufgeführten Gütern des Augsburger Frauenklosters St. Stephan ist auch „Pirichah“ genannt. Der Besitz rührt von dem Archidiakon Amalrich und dessen Neffen Walther, beide damals schon verstorben, sowie von Ellenswind her, die dem Kloster als Äbtissin vorsteht. 1347 erhält das Zisterzienserinnen-Kloster Oberschönenfeld in Birkach ein Gut von Ritter Heinrich Schnellmann von Schwabegg. Dem gleichen Kloster übergibt 1365 Hermann von Agawang (Hinterschellenbach bei Ziemetshausen) seinen Birkacher Besitz und bekommt dafür das Begräbnisrecht in der Klosterkirche. Um 1700 besitzt Oberschönenfeld im Ort 7 Anwesen (1492: 2 Hofstätten). Begütert waren auch die Herrschaft Schwabegg (um 1500 ein Forstlehen) und das Hochstift Augsburg, das hier 1448 einen Forsthof erwerben konnte. Als größte Grundherrschaft war in Birkach die Herrschaft Mickhausen vertreten, die 1528 beim Übergang der Herrschaft von den Freiberg auf die Fugger die Taferne, die Badstube, 7 Höfe, 3 Halbhöfe und 4 Erblehengüter in Birkach besaß. Um 1800 gab es im Ort folgende Grundherren, denen auch die niedere Gerichtsbarkeit zustand: Fugger-Mickhausen (14 Anwesen; 1818: 15; 1835: 17); Kloster Oberschönenfeld (5 Anwesen); Domkapitel Augsburg (1 Anwesen); Kloster Hl. Kreuz in Augsburg (2 Anwesen).

Die Landeshoheit (besonders die hohe Gerichtsbarkeit inner und außer Etters) stand der österreichischen Markgrafschaft Burgau zu.

 

„Die Bauren ernehren sich aus Mangel eines guten Feldbaus, Wieswachs und Viehzucht mit Baumwollenspinnen nacher Augspurg und Schwabmünchingen“ (K. 1750).

 

1613 gab es in Birkach 14 Häuser. In den Jahren nach 1966 wurde die Flurbereinigung durchgeführt.

 

Die Kapelle St. Antonius von Padua, nach 1671 erbaut und 1709 erweitert, enthält einen hübschen Barockaltar mit den Figuren des Titelheiligen zwischen der hl. Helena und Kaiser Konstantin.

 

• Einwohner

 

1810 114
1840 185
1861 155
1867 175
1871 169
1880 168
1890 198
1900 173
1910 190
1919 174
1933 153
1939 143
1946 231
1950 233
1956 161
1961 148
1970 129

 

• Landwirtschaftliche Betriebe

 

1939 32 
1949 32
1960 29
1971 29

 

• Handwerker

 

1810 gab es folgende Handwerker: 1 Fleischer, 1 Hafner, 1 Schneider, 3 Weber, 1 Wirt, 1 (Bier-)Zäpfler

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