Damit die Feuerwehr auch in Zukunft sicher fährt 04.11.2016

Maschinistenausbildung 2016

Praxis wurde bei der Ausbildung großgeschrieben: Mit mehreren Feuerwehrpumpen wird Löschwasser aus einem See entnommen.

Schwabmünchen

Damit die Feuerwehr auch in Zukunft sicher fährt

In Schwabmünchen werden 24 Teilnehmer zum Maschinisten ausgebildet. Und das Aufgabenspektrum ist vielfältig.

 

Auf 24 neue Fahrzeugmaschinisten können sich die Feuerwehren aus Gennach, Graben, Klimmach, Klosterlechfeld, Langerringen, Mittelstetten, Schwabegg und Schwabmünchen in Zukunft verlassen. Maschinisten sind bei den Feuerwehren die Verantwortlichen für die Löschfahrzeuge. Sie sind im Einsatz über die sichere Anfahrt zum Unglücksort, das Überwachen sämtlicher Aggregate und Sonderausstattungen der Fahrzeuge bis hin zum Bedienen der Löschwasserpumpen zuständig.

 

Um diesem breiten Aufgabenspektrum gewachsen zu sein, durchliefen die Nachwuchskräfte bei der Feuerwehr in Schwabmünchen an zahlreichen Abenden und Samstagen die insgesamt 28 Stunden Lehrgang zum Maschinisten.

 

Damit den Löschtrupps nie das Wasser ausgeht

Viel Wert wurde dabei auf die Praxis gelegt. Die Männer sollten vor allem ihre Löschwasserpumpen, die meist fest in den Fahrzeugen verbaut sind, perfekt beherrschen und auch in heiklen Situationen und unter Stress dafür sorgen, dass den Löschtrupps nie das Wasser ausgeht.

Hierfür erfolgten nach Ersteinweisungen auf die verschiedenen Pumpenbauarten viele Stunden Training. Die Wasserversorgung von Hydranten aus, das Ansaugen aus Seen oder Bächen, sowie das Beheben von absichtlich durch die Ausbilder eingespielten Komplikationen an der Technik, waren Lerninhalte. Eine ganz besondere Übung stellte das Einrichten einer Löschwasserversorgung für einen angenommenen Großbrand auf dem Höhenzug in der Leuthau dar.

 

Höhenunterschied von mehr als 60 Metern überwinden

Hierfür musste Wasser aus der Scharlach entnommen und mit mehreren Verstärkerpumpen über einen Höhenunterschied von mehr als 60 Metern und eine Distanz von rund einem Kilometer weit zur angenommenen Brandstelle befördert werden. Der Unterricht über die Sonderrechte beim Fahren mit Martinshorn und Blaulicht, die unterschiedlichen Feuerwehrfahrzeugtypen mit ihren spezifischen Merkmalen und technische Grundlagen der Fahrzeugtechnik rundete die Ausbildung ab.

Zum Ende konnten sich die Teilnehmer gut vorbereitet den schriftlichen und praktischen Prüfungsaufgaben stellen und von Lehrgangsleiter Kommandant Hubert Prechtl durchwegs gute Leistungen bescheinigen lassen.

Nach Übergabe der Zeugnisse bedankten sich die Bürgermeister aus Schwabmünchen und Langerringen, Lorenz Müller und Konrad Dobler, für die Einsatzbereitschaft und die geopferte Freizeit bei den Lehrgangabsolventen.

Weitere praktische Erfahrungen werden die Maschinisten durch den Einsatz bei den regulären unterjährigen Übungen erhalten und sich in Übungsfahrten mit den Fahreigenschaften der einzelnen Feuerwehrfahrzeuge vertraut machen.(SZ)

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