Die Jugend ist einsatzbereit 10.08.2017

Jugendgroßübung 2017

Schwabmünchen

Die Jugend ist einsatzbereit

In einer spektakulären Aktion bekämpfen in Schwabmünchen fünf Jugendfeuerwehren einen Großbrand. Von Uwe Bolten

 

War es Unvorsichtigkeit oder Fahrlässigkeit? Oder einfach nur Pech? Bei Bastelarbeiten an einem Fahrzeug kommt es im Gebäude des Bauhofes zu einer großen Verpuffung. Die Folge: Der süddliche Flügel des Werkstattgebäudes geht in Flammen auf. Da sich zu diesem Zeitpunkt mehrere Personen im Bereich der Halle aufhalten, ist von einer unbekannten Anzahl von Verletzten auszugehen. Dieses Szenario war die Grundlage für die große Jugendfeuerwehrübung am Dienstagabend.

Im Wechsel organisieren einmal jähhrlich die Feuerwehr Siebnach, Mindelheim und Schwabmünchen diese Großbung für die Jugendfeuerwehren, sagt Jugendwart Stefan Missenhardt. Sei Schwabmünchen der Ausrichter, würden die benachbarten Feuerwehren aus Hiltenfingen und Schwabegg ebenfalls zur Teilnahme eingeladen. Schon von Anfang an habe man mit der Feuerwehr des Maristenkollegs in Mindelheim, das einige Schwabmünchner besuchen, Kontakt gehabt. Und Siebnach kenne man aufgrund gemeinsamer Einsätze und privater Kontakte.

 

 

Knappe Anweisungen des Einsatzleiters

 

Schnell sammeln sich die Führungskräfte der einzelnen Wehren im großen Besprechungsraum. Der Feuerwehrnachwuchs ist bereits auf die einzelnen Einsatzfahrzeuge eingeteilt. Mit für den Laien nicht nachvollziehbaren Anweisungen wie Der Außenabschnitt wird durch Schwabmünchen 43/1, Mindelheim 14/1 und Mindelheim 49/1 abgedeckt, teilt Missenhardt die Kräffte ein. Die Verantwortlichen für die Abschnitte werden bestimmt, die Fahrreihenfolge der Fahrzeuge festgelegt. Von all dem bekommen die Buben und Mädchen nichts mit. Noch Fragen? Dann jetzt die Fahrzeuge besetzen und auf dem Menkinger Weg Aufstellung nehmen, lauten die knappen Anweisungen des Einsatzleiters.

Wenig später deutet das Konzert der Signalhörner das Heranrücken der Einsatzfahrzeuge aus süddlicher Richtung auf der Riedstraße den Beginn der Übbung an. Kurz vor dem Einsatzort gerät die Kolonne der elf Einsatzfahrzeuge ins Stocken, dann stehen alle auf ihren Plätzen. Der Einsatz fürr die mehr als 70 Jugendfeuerwehrler beginnt. Die Gruppenführer weisen sie genau in die Lage ein und verteilen Aufgaben.

 

Atemschutzträger durchsuchen das Gebäude

 

Die wenigen Rückfragen belegen, dass die Jugendlichen gut auf ihren Einsatz vorbereitet wurden. Am Brandherd werden Rollläden der Fahrzeuge hochgeschoben, Schläuche und Kupplungen herausgeholt, Pumpen aktiviert. Keine fünf Minuten nach dem Eintreffen entlässt der erste Angriffstrupp seine Wassermassen auf das simuliert brennende und verrauchte Gebäude. Kurze Zeit später sind die nächsten Trupps so weit. Atemschutzträger durchsuchen das Gebäuude nach Verletzten. Die Verletztensammelstelle hat alle Hände voll zu tun.

Neue Zuführungsleitungen fürr Löschwasser werden verlegt, Flutlichtmasten erhellen das gesamte Gelände. Kommandant Hubert Prechtl erläutert einer gut 30-köpfige Besuchergruppe aus Angehörigen und Interessierten die ablaufenden Aktionen.

Der Einsatz läuuft sauber geführt und in aller Sachlichkeit ab. Die neben der Brandbekämpfung und unmittelbarer Rettung eingesetzten Suchtrupps durchkämmen das Gelände nach möglichen Vermissten oder Verletzten. Sogar das ehrwürdige Menkinger Parkbähnle, das auf dem Gelände seinen Parkplatz hat, wird dabei intensiv in Augenschein genommen.

 

Danach geht es zum gemüttlichen Teil

 

Die Jugend zeigt eine eindrucksvolle Gemeinschaftsleitung. Darauf können wir alle sehr stolz sein, sagt Missenhardt, wähhrend er einzelne Bereiche begutachtet. Nach knapp einer Stunde ist die Gefahr gebannt, die Übung kann beendet werden. Jetzt brauchen wir etwa eine Stunde, bis alles aufgeräumt ist. Dann geht es für alle Teilnehmer zur Nachbesprechung und zum gemütlichen Teil, sagt Kommandant Prechtl zufrieden. Denn auch eine gesunde Gemeinschaft gehöre mit zum Feuerwehrdienst.

Den staunenden Kindern in der Besuchergruppe beantwortet Prechtl noch viele Fragen rund um die Feuerwehr. Wer von euch Freude an der Feuerwehrarbeit hat, ist ab zwölf Jahren herzlich eingeladen, bei uns mitzumachen. Voraussetzungen braucht es keine, die Mitgliedschaft ist komplett kostenfrei.

 

 

Mehr Bilder:

 

http://www.augsburger-allgemeine.de/schwabmuenchen/Die-Feuerwehrjugend-ist-einsatzbereit-id42345746.html?sectionRef=&article=42345746&pg=2

 

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