Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen

Museum mit Vorplatz

Das 1913 eröffnete Bezirksmuseum war zunächst in einem damals hochmodernen Funktionsbau untergebracht - dem Schwabmünchner Wasserturm. Er gilt als eines der ersten Stahlbetongebäude Deutschlands.

Ziel der Museumsgründung war es, die Sachkultur einer weit über die Grenzen Schwabmünchens hinaus­gehenden Region zu dokumentieren. Auch das Konzept der Kunstsammlung legte seinen Schwerpunkt auf  Werke von überregionaler Bedeutung.

Das Museum sah sich also bereits in seinen Anfängen nicht als bloßes „Schwabmünchner Heimatmuseum".

Als die Sammlungen 1984 in ein eigenes Gebäude umzogen, entsprach die Neueinrichtung als kunst- und kulturhistorisches Museum mit Beständen von hoher Qualität und überregionaler Ausrichtung und nur einem teilweisen regionalen Bezug dieser Vorgabe. Seit 1991 steht das Museum unter hauptamtlicher wissenschaftlicher Leitung. In dieser Zeit wurde das Sammlungskonzept ausgeweitet und umfasst nun Objektivationen der Alltags- und Festkultur bis in die Gegenwart hinein.

Gleichzeitig bewegte sich das Museum weg vom Prinzip der Dauerausstellung.

Es firmiert heute als lebendiges Ausstellungs- und Veranstaltungshaus, das ein breites Programmspektrum bietet.    

 

Bei der Neueinrichtung auf über 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wurde dem Museum ein Galeriebereich beigegeben.

Die Ferdinand-Wagner-Galerie widmet sich der Biografie und dem Werk des aus Schwabmünchen gebürtigen Malers Ferdinand Wagner (1819 - 1881). Er war ein Vertreter der sog. Spätnazarener Schule und war weit über Bayern hinaus tätig.

Ein eigener Raum gehört einem beeindruckend gestalteten Heiligen Grab, das 1877/78 von den Gebrüdern Kober im Nazarener Stil für St. Magnus Mittelstetten gefertigt wurde.

 

Parallel dazu pflegt das Haus mit der Galerie Gegenwart auch die zeitgenössische Kunst.

Es werden Werke von Künstlerinnen und Künstlern präsentiert, die in der Region arbeiten - wobei der Begriff "Region" hier sehr weit ausgelegt ist. 

In der Galerie zeigt das Museum auch seine sehr erfolgreiche Reihe "Karikaturisten, Cartoonisten und Zeichner", die bereits Robert Gernhardt, Ernst Maria Lang, Gerhard Haderer, Paul Flora, Marunde und wiederholt Uli Stein nach Schwabmünchen locken konnte.

  

Das zweite Obergeschoß war bis vor kurzem weitgehend der Darstellung reli­giöser Sachkultur mit Zeugnissen der Volksfrömmigkeit, mit Andachtsgrafik und Werken sakraler Kunst gewidmet.

Hier bestehen noch zwei Sääle mit sakraler Skulptur und Plastik aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, in die in Zukunft wichtige Bestände aus dem Bereich der religiösen Volkskultur integriert werden.

Ein weiterer Raum soll künftig eine neue Präsentation der Stadtgeschichte und wechselnde Sonderaustellungen aufnehmen.

Im zweiten Obergeschoß befindet sich auch die Krippensammlung des Museums. Das Herzstück: eine Sudetenländer Papierkrippe im Nazarener Stil aus dem 19. Jahrhundert. Zahlreiche Figuren der Staffage sind mechanisch über ein Walzenwerk zu bewegen. 

  

Das dritte Obergeschoß birgt Schausammlungen zu den Bereichen Möbel, Keramik, Küchen- und Hausgerät, Spiel sowie Textilproduktion und Tracht. Hier wird auch über die Heimindustrie der Strumpfstrickerei informiert, die im Schwabmünchen des 18./19. Jahrhunderts florierte.

Schließlich beherbergt das dritte Obergeschoß noch die sog. Bauernstube, die bei der Neueinrichtung des Museums fast unverändert aus dem Vorgängermuseum im Wasserturm hierher transferiert wurde - ein Museum im Museum! 

 

Besonderen Schwerpunkt legen Museum und Galerie der Stadt Schwabmünchen auf ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Angebot, das sich auf lebendige Weise mit Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzt. Es bietet neben Sonderausstellungen bzw. in deren Rahmenprogramm unter anderem Theater im Museum, Musik im Museum, die Oster-Rallye, Vorträge, Bürgerforen zu anstehenden Themen der Stadtplanung, Workshops, Nachts im Museum, Museumsfeste und sehr erfolgreiche Lesungen mit Musik und Kulinarik.

Beispiele finden Sie im Ausstellungsrückblick und im Veranstaltungsrückblick. Die Vielzahl der Themenbereiche bietet Informatives und Unterhaltsames für alle. Insbesondere für Familien wird immer wieder Interessantes angeboten. Und die Ausstellungseröffnungen laufen im Museum der Stadt Schwabmünchen meist etwas anders ab als anderswo.

  

Neuerdings gibt es bei uns auch ein "Café", einen Raum, in dem Sie sich gemütlich hinsetzen, sich eine Tasse Tee oder eine Kaffee-Spezialität servieren lassen, in unserer Bücherecke schmökern oder sich über das Gesehene unterhalten können.

Bei schönem Wetter gibt es hierfür auch Tische und Stühle im hierfür 2016 neu gestalteten Außenbereich zwischen unseren altehrwürdigen Grenzsteinen.

  

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Informationen für Menschen mit Behinderung:

Für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer ist ein Besuch problemlos möglich. Der Zugang ist barrierefrei und das Museum verfügt über einen Aufzug.

Für Menschen mit Seh-Behinderung bietet das Museum gerne Sonderführungen. Gruppen nehmen dafür bitte Kontakt zur Museumsleitung auf unter museum@schwabmuenchen.de

  

Das aktuelle Sonderprogramm und eine Vorschau auf die nächsten Termine finden Sie hier.

 

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