Jetzt können die Boote in Schwabmünchen rutschen 08.01.2017

Bootsrampe in Schwabmünchen

Schwabmünchen


Jetzt können die Boote in Schwabmünchen rutschen
Die erste Uferausweitung mit einer Slipanlage an der Wertach ist fertig. Weitere folgen noch in diesem Jahr.

 

Der erste Schritt eines großen Projekts ist abgeschlossen. Am Dreikönigstag wurde die Uferausweitung mit der Slipanlage am Wertachufer bei der Station der Schwabmünchner Wasserwacht in einem kleinen Festakt der Öffentlichkeit übergeben.
Nun ist die Wertach, ein paar hundert Meter nördlich der Wertachau, besser zugänglich. Vor allem für alle, die mit einem Boot auf den Fluss wollen, ist die Slipanlage ein Gewinn. Über diese Rampe können nun Boote direkt vom Hänger in die Wertach gelassen werden. Das kommt bei den Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und Wasserwacht, aber auch beim Fischereiverein gut an. Unisono freuten sich alle über diese Anlage.

 

Naturfreunde und Erholungssuchende profitieren von der Slipanlage
Doch auch für Naturfreunde und Erholungssuchende profitieren von dieser Anlage, denn die Slipanlage darf – auf eigene Gefahr – von jedermann genutzt werden. Dabei ist aber zu beachten, dass nur Boote ohne Motor auf der Wertach zugelassen sind. Zudem ist der Fluss durch die Uferausweitung leichter begehbar. Bisher war dies aufgrund der meist steilen Böschung am Flussufer nur mit viel Aufwand möglich.
Ein Umstand, der Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller freut: „Die Wertach wurde lange nicht richtig wahrgenommen. Das ändert sich jetzt, denn sie wird erlebbarer.“ Ähnlich sieht es auch die stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald. „Früher war die Wertach ein Naherholungsgebiet. Das ging irgendwann verloren. Es freut mich, dass dies wieder so kommt.“
Pilotprojekt bei Schwabmünchen kostet 35.000 Euro
Gelobt wurden auch die „neuen Wege der Zusammenarbeit“, wie es Frank Pöhler, Geschäftsführer der Bayerischen Elektrizitätswerke, nennt. Beim gesamten Projekt sind die anliegenden Gemeinden wie auch viele Vereine von Beginn an Bord. Etwa 35.000 Euro kostete das Pilotprojekt bei Schwabmünchen. Die Finanzierung erfolgte mit Geld aus dem Ökostromprodukt „LEW Strom Aqua Natur“ der Lechwerke. Aus diesem Tarif fließen Gelder in einen Fond zur Förderung regionaler Naturschutzprojekte.
Viel Lob gab es auch für Ralf Klocke von der BEW. Er ist die treibende Kraft für die Maßnahmen an der Wertach. Müller bezeichnete ihn als „Motor für die Projekte“.
Wasserwacht und Feuerwehr betonen Nutzen der Anlage
Ähnlich sehen es auch die beteiligten Vereine. So lobte Robert Breu vom Fischereiverein nicht nur die Anlage, sondern auch die Zusammenarbeit mit Klocke als „hervorragend“.
Wasserwacht und Feuerwehr betonten vor allem den Nutzen der Anlage bei Notfällen. „So lässt sich bei Einsätzen unglaublich viel Zeit sparen“, so Thomas Haugg, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes.
Die Anlage bei Schwabmünchen ist die erste von insgesamt sieben, die zwischen Hiltenfingen und Bobingen entstehen werden. „Bis zum Spätsommer dieses Jahres sollten alle fertig sein“, hofft Projetleiter Klocke.

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