Motorradfahrer stirbt auf der Kreisstraße A16 18.07.2016

Unfall in Leuthau 18.07.2016

Das Motorrad blieb erst 100 Meter nach der Unfallstelle liegen


Schwabmünchen

 

Motorradfahrer stirbt auf der Kreisstraße A16

 

Ein Gutachter soll nun die Schuldfrage klären. Das Motorrad war sehr schnell unterwegs, als ein Auto in die Kreisstraße einbog.

 

Wieder ein schrecklicher Motorradunfall auf der Kreisstraße zwischen Schwabmünchen und Mickhausen. Am Sonntagabend starb dort ein 23-jähriger Biker aus dem Raum Buchloe. Das Unglück ereignete sich nicht in dem sogenannten Rennabschnitt zwischen dem oberen Parkplatz und Münster, sondern bereits vorher im östlichen Teil des Höhenzuges, in der Leuthau. Diesmal war auch noch ein Auto am Geschehen beteiligt.

 

Polizei geht davon aus, dass der junge Mann viel zu schnell unterwegs war

Die Polizei geht aufgrund der Spurenlage davon aus, dass der junge Mann viel zu schnell unterwegs war, als ein VW-Golf in der Leuthau in die Kreisstraße einbog und es zum Zusammenprall kam. Ein Fußgänger, ein Radfahrer und ein Traktorfahrer trugen später mit ihren Zeugenaussagen zum ersten Bild des Hergangs bei. Am Montagmorgen stellte sich das Unfallgeschehen nach den ersten Ermittlungen so dar:

 

Es ist Sonntag, 18.10 Uhr: Ein Motorradfahrer befährt die Kreisstraße A16 in Richtung Schwabmünchen in Höhe Leuthau, nach Aussagen der Polizei wohl mit stark überhöhter Geschwindigkeit. Auch ein Zeuge bestätigt das: „Ich bin ihm entgegengekommen. Der war schnell wie ein Pfeil, wie ein Blitz. Er lag total tief geduckt auf seiner Maschine und ich dachte noch: Wie will der mit dieser Geschwindigkeit die Kurve Richtung Berg hinunter bekommen?“ Ein anderer Beobachter der Szene schätzte das Tempo des Kradfahrers dort, wo eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 Stundenkilometer besteht, auf 200 bis 250. Ihm war auch aufgefallen, dass der Motorradfahrer die Strecke an diesem Tag schon mehrmals befahren hatte.

Und dann die fatale Situation: Gerade, als der Kradfahrer herankam, wollte ein 24-Jähriger mit seinem Auto von seinem Grundstück Richtung nach links auf die Kreisstraße einbiegen. Wieder meinte ein Zeuge: „Weil der Motorradfahrer so gerast ist, hatte der Autofahrer gar keine Chance, ihn zu sehen.“

Maschine und Fahrer flogen durch die Luft

Als der Pkw-Fahrer die Straße schon fast überquert hatte, kam es zu dem Zusammenprall. Das Motorrad krachte in die rechte Autoseite, blieb am eingeschlagenen rechten Vorderrad des Golf hängen, Maschine und Fahrer flogen durch die Luft. Vermutlich sind beide etwa 20 Meter später gegen ein großes Verkehrszeichen geprallt, das dadurch gebrochen und umgeknickt ist, flogen dann in eine nahegelegene Wiese am rechten Straßenrand und blieben etwa 100 Meter nach der Unfallstelle liegen.

Durch Zufall waren extrem schnell ein Notarzt und ein Sanka vor Ort, da sie bereits nahe Klimmach waren. Der Arzt reanimierte zwar noch sehr lange, konnte aber das Leben des 23-Jährigen nicht mehr retten. Der vorsorglich herbeigerufene Hubschrauber flog also unverrichteter Dinge wieder ab.

Die Kreisstraße war für etwa dreieinhalb Stunden gesperrt, da ein Gutachter den Unfall genau untersuchte um Hergang sowie Unfallursache zu rekonstruieren. Die Feuerwehr Schwabmünchen übernahm Absperr- und Aufräumarbeiten. An Motorrad und Golf entstanden Totalschaden. Der Autofahrer kam mit einem Schock davon.

 

 

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