Chef über 40 Feuerwehren

 

Chef über 40 Feuerwehren

Schwabmünchen Zehn Jahre lang, von 1990 bis 2000, war Karl Steingruber als Kreisbrandinspektor der Chef von 40 Feuerwehren im südlichen Landkreis. Heute feiert er bei bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag.


ALFA

Der Vollblut-Feuerwehrmann hat in all den Jahren draußen bei „seinen" Feuerwehren immer den richtigen Ton getroffen. Durch seine ebenso kompetente wie kameradschaftliche Art hat er sich viel Respekt erworben und dauerhafte Freundschaften geschlossen, die noch heute, weit über seinen Ruhestand hinaus, Bestand haben.

„So viel dienstliche Autorität wie nötig, so viel Kameradschaft und Geselligkeit wie möglich" - nach diesem Motto verstand Karl Steingruber seinen ehrenamtlichen Dienst als oberster Feuerwehrchef im südlichen Landkreis. Seinem Kommando unterstanden die Wehren der Städte Schwabmünchen, Bobingen und Königsbrunn, des Lechfelds, der Hochstraße und der Stauden.

Insgesamt waren es 38 Freiwillige und zwei Werkfeuerwehren zwischen Schwabmühlhausen und Reitenbuch, zwischen Oberottmarshausen und Walkertshofen, die im Ernstfall auf sein Kommando hörten.

Der gebürtige Schwabmünchner trat 1958 der Freiwilligen Feuerwehr seiner Heimatstadt bei und durchlief im Eiltempo alle „Karrierestufen": Gruppenführer, Ausbilder, Zugführer. Von 1972 bis 1979 war er zunächst stellvertretender, anschließend vier Jahre lang erster Kommandant der Schwabmünchner Wehr. 1983 wurde er zum Kreisbrandmeister (KBM) ernannt, zunächst für den Bereich Schwabmünchen/Lechfeld, dann zwei Jahre für den Bereich Bobingen/Königsbrunn.

Am 1. Juni 1990 erhielt der gelernte Schriftsetzer seine Ernennungsurkunde zum Kreisbrandinspektor (KBI) für den Inspektionsbereich Süd. Zehn Jahre lang, bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem aktiven Feuerwehrdienst im März 2000, füllte er dieses Amt mit viel Umsicht und persönlichem Einsatz aus.

Im Hauptberuf war Karl Steingruber 39 Jahre beim Schwabmünchner Kalenderwerk Zettler beschäftigt, zuletzt als Abteilungsleiter in der Druckformenherstellung. Das Wort Langeweile kennen Karl Steingruber und seine Ehefrau Rosmarie im Ruhestand nicht. Beide sind bei bester Gesundheit und halten sich mit Nordic Walking fit. Nach Möglichkeit jeden Tag und bei jedem Wetter sind die beiden mit ihren Stöcken auf den Wanderrouten rund um ihre Heimatstadt unterwegs.

Darüber hinaus zählen gemeinsame Reisen und - in jüngster Zeit - stundenlanges Surfen in den Tiefen des Internets zu den Hobbys des Jubilars. Heute steht die Haustüre der Steingrubers in der Pflegamtstraße weit offen.

Zu den ersten Gratulanten, die dem frischgebackenen 70er ihre Aufwartung machen, zählen sicher die Töchter Lydia und Karin mit ihren Familien und mit den Enkelkindern Gabi, Franziska und Moritz. (wkl)

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