Dank der Maibaumfreunde steht nun auch in Schwabmünchen wieder ein stattlicher Maibaum. 02.05.2011

Maibaum

Nass waren die Teilnehmer des Wettsägens nicht nur vom Schweiß, sondern vor allem vom Regen. Es gewannen die Wirte Hasan Üstün grünes Hemd und Leo Hörber blauer Pulli.

Brauchtum

Jetzt hat auch Schwabmünchen wieder einen Maibaum

Dank des Vereins „Maibaumfreunde der Feuerwehr Schwabmünchen" gab es heuer wieder ein Fest auf dem Schrannenplatz. Wettsägen, Wetten, Kutschfahrten - vieles war geboten Von Katja Doblaski

Schwabmünchen

 

Hoch ragt der Maibaum in den Himmel. Nach einem Jahr Pause wird der Brauch in Schwabmünchen wieder fortgesetzt. Der Verein „Maibaumfreunde" hat sich der Tradition angenommen und auf dem Schrannenplatz ein großes Fest organisiert.

 

Bürgermeister Lorenz Müller freute sich besonders über die Wiederaufnahme des Brauches. „Mit Wehmut sah ich vergangenes Jahr in den anderen Gemeinden die Maibäume", sagte er. Andreas Hieble, der erste Vorsitzende der „Maibaumfreunde", bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Der Baum stammt aus dem Stadtwald und auch die Versicherung des Baumes läuft über die Stadt. Zwei Meter tief im Boden versenkt, wird die Fichte nun zwei Jahre den Schrannenplatz zieren. Ausgesucht hat den Baum der Maibaummeister und zweite Vorsitzende der „Maibaumfreunde", Hansjörg Erber. Es ist bereits der zweite Baum. „Der erste Baum schlug beim Fällen unglücklich auf. Erst kurz vor dem Aufstellen haben wir den Riss bemerkt und uns entschieden, doch einen anderen Baum zu nehmen", sagte Hieble.

Die Höhe des Baumes wollte Hieble zunächst nicht verraten. „Das sollen die Gäste in einem Schätzspiel erraten", sagte er. 32,28 Meter lautete am Ende das richtige Ergebnis. Das Spiel war eines von zahlreichen Aktionen, die das Rahmenprogramm der Maibaumfeier bereicherten. Die Jugend- und Stadtmusikkapelle Schwabmünchen spielte bekannte Lieder, während die ortsansässigen Wirte für das leibliche Wohl der zahlreichen Gäste sorgten. Zwei Monate bereitete Thomas Müller mit der Unterstützung zahlreicher Helfer das Fest vor. „Auch hier haben wir eng mit der Stadt zusammengearbeitet, die für uns die Bühne und die Essensstände aufgestellt hat", berichtete er.

Den Verein „Maibaumfreunde" gibt es aus rein bürokratischen Gründen. Er ist eng mit der Freiwilligen Feuerwehr Schwabmünchen verwoben. „Eine lose Gemeinschaft kann schließlich keine Spendenquittung ausstellen", erklärte Hieble. Doch für die neuen Schilder benötigte der Verein zahlreiche Spender. 250 Euro mussten für ein Schild aus Metall aufgebracht werden. „Über ein halbes Jahr haben wir alle Firmen und Vereine in Schwabmünchen angeschrieben." So wurden 26 Tafeln mit den Zunftzeichen der ansässigen Berufe seitlich und direkt auf dem Maibaum befestigt. Die beiden untersten Schilder spendete der Trachtenverein, der die Organisation des Maibaumaufstellens an die Freiwillige Feuerwehr abgegeben hatte. Darüber befinden sich die Wappen der fünf Stadtteile Schwabmünchens.

 

Wettsägen im Regen

 

Das wechselhafte Wetter beim Fest hielt ausgerechnet während des Wettsägens nicht stand. Bei strömendem Regen gewannen Leo Hörber und Hasan Üstün gegen Hermann Wiedemann und Werner. Für das traditionelle „Eintanzen" des Maibaumes war die Kindertanzgruppe des TSV zu Gast. Ihr Tanz stand unter dem Motto „Die vier Jahreszeiten". Für die Kinder war auf dem Fest mit Schminken, Kutschfahrten, Löschspielen und Hüpfburg einiges am gestrigen Tag geboten

 

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