Die unbeugsammen Gallier siegen 06.03.2011

Faschingswagen Feuerwehr Schwabmünchen 2011

Love-Parade

Die unbeugsamen Gallier siegen

Wieder über 3500 Besucher beim Faschingsumzug in Untermühlhausen. Hütte Hiltenfingen, Bude Petzenhausen, Landjugend Weil und Unterfinninger Burschen werden prämiert Von Stephanie Millonig

 

Untermühlhausen Strahlender Sonnenschein für den größten Faschingsumzug im Landkreis: Bei der elften Love-Parade zog es wieder über 3500 Zuschauer nach Untermühlhausen. 31 Gruppen waren zu bewundern, die in einem einstündigen Defilee von Traktoren, Unimogs und fantastisch geschmückten Anhängern am Publikum vorbeizogen. „Sensationell" war von „Engerl" Stefan Schmid, der den Umzug kommentierte, immer wieder zu hören.

Einige Gruppen griffen politische und gesellschaftliche Themen auf: Die Merchinger Jugend ließ einen Castortransport durch Untermühlhausen rollen und stellte gleich noch eine Blockade nebst Demon-stranten-Wegtragen durch die Polizei nach.

 

Der Burschenverein Unterfinning hatte zum Thema „Die Wehrpflicht ist vorbei". Sie reisten an mit Hubschrauber auf ihrem Truppentransporter und hörbarem „Teppichklopfer-Originalsound" sowie einem kleinen Panzer als Nachhut.

 

Die Landjugend Reichling nahm die Olympiabewerbung aufs Korn und ließ gar einen störrischen Bauern fast vom Wagen schmeißen. Die Ausrichtung eines Sportereignisses war auch Thema beim Burschenverein Nassenhausen, nämlich die Wüsten-WM in Katar. „Mit dem einen oder anderen Schein bekommst Du auch die WM in Deine Gemeinde." Politisch aktuell auch die Burschen Jesenwang: „Isst der Bauer dioxinverseuchte Eier, geht es los mit dem Gereiher."

 

Szenische Darstellungen gab es unter anderem bei der Feuerwehr Schwabmünchen, die als Menkinger Drachenjäger unterwegs waren und sich gegen einen großen, roten, rauchenden Drachen beweisen mussten. Die Daltons und Lucky Luke gab es bei der Hütte Beckstetten zu sehen, trinkende Klosterbrüder beim Bauwagen Reifersbrunn, schöne Haremsdamen umschmeichelten bei der Landjugend Weil den Sultan ebenso wie bei der Fachoberschule Landsberg. Auch Asterix und Obelix waren zwei Mal vertreten, zum einen bei der Hütte Hiltenfingen, bei der die nachfolgenden Römer Obelix' Hinkelstein auf den Kopf bekamen, während man bei der Landjugend Burching vereint - Römer und Gallier - auf dem Wagen stand. Als wilde „Aitinger", wohl ein den Wikingern verwandter Volksstamm, präsentierte sich der KBV Großaitingen mit großem Schiff.

Die Mannschaft der Burgselhütte Scheuring hatte sich in Superbullen und heiße Politessen verwandelt, die Mitglieder der Bude Petzenhausen in wunderschön bunte Clowns und die Faschingstruppe Schwabmünchen zeigte sich als Glücksbärchi-Truppe in Rosa, Gelb und Himmelblau, so wie sich auch andere mit lustiger Maskerade als Gruppe präsentierten. Von „Love & Dance" (TSV Moorenweis) bis zum teuflischen „Rock the Hell" (KBV Baierberg) reichte das Spektrum.

Die Jury aus Bürgermeistern und Gemeinderäten aus Penzing und den Teilnehmergemeinden tat sich nicht leicht, hier eine Auswahl zu treffen, angesichts der detailreichen und fantasievollen Gestaltung.

Schlussendlich fiel die Wahl auf vier Gruppen, die schon des Öfteren zu den Prämierten zählten: Die Hütte Hiltenfingen auf Platz eins mit Asterix und Obelix, gefolgt von den Clowns der Bude Petzenhausen.

Den dritten Platz teilen sich das 1001-Märchenland der Landjugend Weil mit der „letzten Kompanie" der Unterfinninger Burschen

 

 

 

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