Familienunglück: Mutter eingeklemmt, Vater schwer verletzt 16.05.2013

Unfall 15.05.2013

Familienunglück: Mutter eingeklemmt, Vater schwer verletzt


Verkehr

 

Zwei kleine Kinder erleben den Unfall mit und stehen unter Schock. Die Verbindungsstraße von Schwabmünchen und Schwabegg war gestern Vormittag gesperrt

 

VON PATRICK GILG

 

Schwabmünchen-Schwabegg

 

Es war Schwerstarbeit, die die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Schwabmünchen gestern Vormittag verrichten mussten. Um 9.09 Uhr kam der Notruf, dass sich auf der Verbindungsstraße zwischen Schwabmünchen und Schwabegg ein Unfall ereignet hatte. Vier Personen – davon zwei kleine Kinder – seien verletzt. Eine Person im Fahrzeug eingeklemmt. Stefan Hieber war einer der ersten Feuerwehrmänner vor Ort. Schnell war klar, dass hier viel Arbeit auf ihn und seine Kollegen wartete: „Die Beifahrerin war eingeklemmt“, sagt der Einsatzleiter der Feuerwehr. „Es war nicht einfach die Frau da raus zubekommen. Der Wagen war schwer beschädigt.“

Knapp 45 Minuten dauerte es, ehe die Familienmutter aus dem vollkommen demolierten Auto geborgen werden konnte. Der schwer verletzte Mann war da bereits erstversorgt. Kurz darauf wurde er mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Augsburg geflogen.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt war bereits ein Großaufgebot an Helfern an der Kreisstraße A17 eingetroffen. Zwei Rettungswagen, ein Krankentransportwagen, ein Notarzt und ein Rettungshubschrauber mit einem weiteren Notarzt kümmerten sich um die Verletzten. Die Feuerwehren Schwabegg und Langerringen sperrten die Unfallstelle ab: „Von einsatztechnischer Sicht lief hier alles hervorragend“, lobte Thomas Haugg, Einsatzleiter der Rettungsdienste. „Großes Lob an die Ersthelfer. Die haben sich vorbildlich um die beiden Kinder gekümmert.“ Die beiden Mädchen standen sichtlich unter Schock. Blickten immer wieder besorgt in Richtung ihrer Mutter. Die war während der gesamten Zeit ansprechbar. Und wurde nach ihrer Bergung zusammen mit den Kindern in das Krankenhaus nach Bobingen gebracht: „Nach so einem Unfall wird ein Komplett-Check angeordnet“, sagt Haugg. „Die Kinder sind nur leicht verletzt. Sie werden in Bobingen von unseren Kollegen psychologisch betreut.“ Schlimmer erwischte es den Familienvater. Er wurde mit schweren Kopf- und Brustverletzungen ins Klinikum Augsburg geflogen. Ob Lebensgefahr besteht, war gestern Mittag noch vollkommen unklar.

 

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, war zunächst nicht klar. Nach ersten Untersuchungen der Polizei geriet der mit Holzplanken beladene Anhänger aus bisher ungeklärter Ursache ins Schlingern. Daraufhin verlor der in Richtung Schwabegg fahrende Mann die Kontrolle über das Fahrzeug und kam nach links von der Fahrbahn ab. Dort prallte er gegen einen Baum. Durch die Wucht drehte sich der silberne Volvo um den Baum herum. Es entstand Totalschaden. Nach Polizeiangaben war an dem Unfall kein weiteres Fahrzeug beteiligt. Das hätten Zeugen und auch die Beifahrerin bestätigt. Bleibt die Frage, warum der Fahrer dann die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren konnte. Überhöhte Geschwindigkeit wollte die Polizei gestern nicht ausschließen. Die Untersuchungen laufen an.

 

 

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