Für den Ernstfall gerüstet 20.09.2010

Lang Ettringen

Für den Notfall gerüstet ist die Ettringer Feuerwehr und ihre benachbarten Hilfskräfte. Den Beweis erbrachte nun die jüngste Feuerwehrübung. Foto: Henle

Für den Ernstfall gerüstet

 

Ettringen

 

Dass ein Unternehmen wie die Papierfabrik Lang in Ettringen einen Plan zur Bekämpfung eines möglichen Brandfalls hat, ist selbstverständlich. Wie gut der im Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei tatsächlich funktioniert, ist der Überprüfung durch Großübungen vorbehalten, wie sie auf dem Werksgelände im dreijährigen Turnus durchgeführt werden.

 

Zuletzt war es wieder so weit: Im Bereich des Papiermaschinengebäudes 5 und der Füllstoffanlage wurde ein durch Kurzschluss verursachter Schwelbrand angenommen, den es mit Löschwasserentnahme aus den vorhandenen Hydranten und aus der Wertach zu bekämpfen galt. Darüberhinaus wurde die Rettung und Notfallversorgung von zwei verletzten Mitarbeitern mit Drehleitern vom Dach des Gebäudes ebenso wie von drei weiteren Personen aus dem Gebäude geübt, was den Einsatz von Atemschutzgeräten erforderlich machte. Beteiligt waren neben den Freiwilligen Feuerwehren von Ettringen, Siebnach, Traunried, Tussenhausen, Mindelheim, und Bad Wörishofen landkreisüberschreitend die Wehren von Schwabmünchen, Hiltenfingen, Gennach und Lamerdingen. Auch die Werksfeuerwehr von Salamander in Türkheim war dabei. Der Rettungsdienst (BRK) war samt einem Darstellerteam von fünf „Verletzten" vertreten. Mit vor Ort bei der koordinierten Großübung war auch eine Streifenwagenbesatzung der Bad Wörishofer Polizei. Der Sicherheitsbeauftragte der Firma Lang, Roland Doll, erläuterte zu Beginn des Übungseinsatzes die einzelnen Zuständigkeitsfelder im Werk und die Vorgehensweise im Ernstfall.

Nach etwa eineinhalbstündigen erfolgreichen Probeeinsatzes konnten alle Beteiligten wieder abrücken ins Restaurant Kellerberg, wo sie nicht nur die positive „Manöverkritik" von Kreisbrandinspektor Rudolf Fischbach und Kommandant Johann Schmid erwartete, sondern auch die verdiente Stärkung, zu der Werksleiter Dr. Thomas Krauthauf die etwa 300 Mitwirkenden - verbunden mit Lob und Dank - einlud. Brandschutz ist nicht nur eine Lebensnotwendigkeit, sondern sie schafft auch langjährige Freundschaften und Bindungen. Ein Beispiel dafür ist der ehemalige Brandschutzbeauftragte Johann Gammel, der seit 47 Jahren der Firma die Treue hält und es sich nicht nehmen ließ, am Freitagabend dabei zu sein.

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