Halle brennt lichterloh 18.08.2013

Brand in Kleinaitingen 18.08.2013

Fünf Feuerwehren verhinderten in der Nacht zum Sonntag ein Ausbreiten des Brandes auf benachbarte Bauten.

Kleinaitingen

Halle brennt lichterloh

Ein Nächtliches Feuer auf Bauernhof in Kleinaitingen richtet großen Schaden an. Es fordert den größten Löscheinsatz der  Feuerwehr seit zehn Jahren.Großer Schaden entstand in der Nacht zum Sonntag auf dem Bauernhof Kistler in Kleinaitingen beim Brand einer Gerätehalle. Personen und Tiere blieben verschont.

 

Den Sachschaden an der Maschinenhalle und den Gerätschaften schätzt die Polizei auf mehrere hunderttausend Euro. Die Ursache ist noch nicht restlos geklärt. Allerdings gibt es eine große Wahrscheinlichkeit für einen technischen Defekt. Der Löscheinsatz war für die Kleinaitinger Feuerwehr der größte seit dem Feuer im Asylbewerberheim vor zehn Jahren

 

Dass der Brand von einer Rundballenpresse ausging, die ein Lohnunternehmer nach getaner Arbeit dort eingestellt hatte, das steht fast sicher fest. Die Tochter des Hauses sah jedenfalls am Samstag kurz nach 21 Uhr durch Zufall unter der Presse erste Flammen. Sie und weitere Personen versuchten mit Feuerlöschern den Brand zu bekämpfen, doch dieser breitete sich trotzdem rasch aus. Es blieb keine Zeit mehr, Maschinen oder Gerätschaften aus der Halle zu bringen. Als die Kleinaitinger Feuerwehr eintraf, stand die Halle bereits im Vollbrand. Die fünf Wehren von Kleinaitingen, Graben, Oberottmarshausen, Wehringen und Schwabmünchen bekämpften bald mit 118 Mann die Flammen.

Einsatzleiter Thomas Heider hatte mit seinen Mannen alle Hände voll auch damit zu tun, das Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude zu verhindern. Es gab zwar Schäden an weiteren naheliegenden Hallen, doch in Brand gerieten sie nicht. Die Explosionsgeräusche, die im Ort zu hören waren, entstanden beim Platzen der Reifen der Traktoren und Maschinen angesichts der starken Hitze.

 

Zusätzlich erschwert wurde die Löscharbeit, als es plötzlich durch das Anzapfen eines dritten Hydranten einen Druckabfall in den Leitungen gab. Trotz allem: Bereits um 22.45 Uhr hieße es „Feuer aus“. Doch auch danach flackerten immer wieder Glutnester auf, die sofort gelöscht wurden.

Von der 42 Meter langen, zwölf Meter breiten und rund sechs Meter hohen Halle blieb nur ein ausgebranntes Gerippe übrig. Das Dach stürzte bereits während der Löscharbeiten teilweise ein.

 

Eigentümer Josef Kistler musste feststellen: „Da ist nichts mehr zu retten. Alles muss abgerissen werden, die Maschinen entsorgt und der restliche Abfall aufgeräumt werden.“ Der Großbauer geht davon aus, dass Ersatzmaschinen kurzfristig besorgt werden können und der Betrieb auf dem Hof ohne extreme Probleme weiterlaufen kann.

 

Brandermittler der Kriminalpolizei kamen noch in der Nacht an die Unglücksstelle und setzen gestern ihre Arbeit fort. Am Mittag stellte das Polizeipräsidium Schwaben Nord fest: Die Rundballenpresse, unter der erste Flammen gesehen wurden, und der Traktor, der sie gezogen hatte, waren den ganzen Tag im Einsatz gewesen. Das kann bedeuten: Möglicherweise ist von dort ein verheerender Funke ausgegangen.

 

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