Holde macht es ihren Rettern nicht leicht 12.05.2010

Holde macht es ihren Rettern nicht leicht

Schwabmünchen

 

Holde kann ganz schön stur sein. Wenn sie nicht will, dann will sie nicht. Und dann ist es der schwarzbunten Kuh auch völlig egal, ob es die Menschen gut mit ihr meinen oder nicht. Das erlebten jetzt auch 16 Helfer, die an einem Lehrgang der Augsburger Berufsfeuerwehr (BF) zum Thema Tierrettung teilgenommen haben.


Bild_Tierrettung

 

Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Karl und Konradine Knoll in Schwabmünchen war die Truppe zu Gast. Ein Bauernhofbesuch der besonderen Art. Seit Jahren begleiten der Schwabmünchner Kommandant Hubert Prechtl als Ausbilder bei der BF Augsburg und Bauer Karl Knoll - selbst langjähriger Feuerwehrmann in Schwabmünchen - ein Lernmodul „Tierrettung für Feuerwehren".

Und dazu gehört nicht nur die Begegnung mit Kuh Holde. Die Feuerwehrleute werden bei diesem besonderen Lehrgang vertraut gemacht mit den Gegebenheiten auf einem landwirtschaftlichen Anwesen. Sie sollten lernen, wie sich Tiere verhalten. Kuh Holde diente dabei als „Anschauungsobjekt".

Tiere unter Stress

Die 16 Lehrgangsteilnehmer mussten dazu Holde anhalftern und in den Hof führen. Die angehenden Brandmeisterinnen und Brandmeister merkten schnell, wie störrisch so ein Tier sein kann. Und dabei bestand noch nicht einmal eine wirkliche Gefahr. Genau darum ging es aber: Wie sollen Helfer in Gefahrensituationen - zum Beispiel bei einem Brand - mit Tieren umgehen, die unter Stress stehen?

Dazu wurde bei Bauer Knoll auch geübt, wie man einen Bullen behandelt, wie man Jungtiere aus Strohbuchten heraustreibt und quirlige Kälber einfängt. Landwirt Knoll ist die Ausbildung der Feuerwehrleute wichtig: „Es geht schließlich um unsere Sicherheit", sagt er. Auch über Arten der Tierhaltung, Stallformen, Einsatztaktiken und das richtige Anhalftern in der Theorie wurden die Feuerwehrleute informiert. (SZ)

drucken nach oben