Land unter Wasser 22.06.2013

Dieser Kanaldeckel war vom Druck im Kanal gesprengt worden.

Dieser Kanaldeckel war vom Druck im Kanal gesprengt worden.

Unwetter-Bilanz  für Schwabmünchen
Land unter Wasser


Die Unwetterfolge in Schwabmünchen  sind groß: Der Bauhof verliert das Dach. Baum begräbt Autos Von Reinhold Radloff

 

Bauhof

Zu heftig für das Metallflachdach des Südgebäudes des städtischen Bauhofs waren die Sturmböen. Sie rissen die Abdeckung zuerst an einer Stelle auf und hoben anschießend so gut wie das ganze Dach ab. In gigantischen Fetzen flog das Blech Richtung Norden und landete im Hof und auf dem Dach der Feuerwehr. Zum Glück waren gerade keine Einsatzkräfte auf dem Hof. Dadurch wurde niemand verletzt.

 

Regenüberlaufbecken

Die Schutzanlage an der Weberstraße lief über, wodurch in der Umgebung reihenweise Keller und Tiefgaragen mit Wasser vollliefen

 

Bäume

Massenhaft riss der Sturm Bäume im Stadtgebiet um. Teilweise waren Straßen dadurch unpassierbar. Mit Radladern und Kettensägen rückten die Helfer den Hindernissen zu Leibe. Schnelles Handeln war erforderlich, als Bäume in die Singold stürzten und sie aufstauten. Auch wurden Stromleitungen heruntergerissen, wodurch es zu Stromausfall in einzelnen Stadtgebieten kam.

 

Hochzeitsautos

Erstaunlich glimpflich verlief ein Baumsturz beim Rathaus. Eine Birke fiel so geschickt auf Fahrzeuge einer Hochzeitsgesellschaft, dass diese nur geringfügig beschädigt wurden

 

Keller

Zahlreiche Keller liefen voll, verursacht entweder durch Regenwasser oder durch den Rückschlag der überlasteten Kanalisation.

Unterführungen Obwohl die Unterführung in der Lechfelder Straße knapp einen Meter unter Wasser stand, versuchte Autofahrer und sogar ein Motorradfahrer durchzukommen. Sie blieben selbstverständlich stecken. Ein weiterer Autofahrer sah dies, drehte um und versuchte die Unterführung Holzheystraße, natürlich ohne Erfolg. Insassen mussten von der Feuerwehr aus dem Wagen befreit werden.

 

Fazit „Es war wohl das größte Unwetter, das seit 2000 Schwabmünchen getroffen hat", sagt Bürgermeister Lorenz Müller. „Natürlich sind die Sachschäden an Gebäuden der Stadt und bei den Bürgern schlimm. Am allerwichtigsten ist aber, dass niemand verletzt wurde. Begeistert war ich von der schnellen Solidarität und der großen Hilfsbereitschaft der Bürger untereinander. Außerdem fand ich es extrem beeindruckend, wie professionell Feuerwehr und THW arbeiteten. Alle Achtung."

 

 

 

 

 

 

 

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