Leichtverletzte und hoher Sachschaden 25.02.2013

Feuerwehr im Einsatz

Leichtverletzte und hoher Sachschaden

Rauchvergiftungen bei vier Menschen

Schwabmünchen Nur das rasche Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr verhinderte bei dem Wohnungsbrand am Freitagnachmittag im Eserwaldweg in Schwabmünchen ein größeres Unglück. Davon ist Kommandant Hubert Prechtl überzeugt.

Wie berichtet, war ein Zimmer in Brand geraten, als ein 80-Jähriger Bewohner versuchte, in seinem Wohnzimmer einen Brenner anzustellen, der an einer Propangasflasche angeschlossen war. Nach Angaben der Polizei entzündete sich Gas, das an der Flasche Gas austrat, sofort. In kürzester Zeit stand das ganze Zimmer in Flammen.

 

Aus der Flasche trat ständig Gas aus

 

Laut Prechtl war die Feuerwehr schon beim Anrücken über die Brandursache informiert und konnte gezielt vorgehen. Der erste sogenannte Angrifftrupp ging mit Pressluftatemgeräten in das völlig verrauchte Einfamilienhaus, suchte gezielt nach der Gasflasche und brachte sie ins Freie. Wie Prechtl berichtet, war die Armatur durch das Feuer beschädigt, es trat ständig Gas aus. Die Flasche wurde deshalb im Freien kontrolliert entleert.

Die Freiwillige Feuerwehr Schwabmünchen hatte 29 Mann und fünf Fahrzeuge im Einsatz. Zehn warteten zudem in Bereitschaft im Feuerwehrhaus. Weil das Haus innen offen gebaut war, drang der Rauch auch in die Räume im Obergeschoss. Nachdem die Flammen rasch gelöscht waren, wurde das Gebäude entlüftet. Den Sachschaden durch Brand, Feuer und Löschwasser schätzt die Polizei auf rund 50000 Euro. Laut Polizeibericht erlitten vier Personen eine leichte Rauchvergiftung und wurden in der Wertachklinik Schwabmünchen gehandelt.

Die Feuerwehr übernahm es auch, die Fenster, deren Scheiben zerborsten waren, mit Schalungsholz abzudecken, um das Haus gegen die Kälte zu schützen und Frostschäden zu verhindern.

 

Kommandant weist auf Notrufnummer „112“ hin

 

Feuerwehrkommandant Hubert Prechtl nimmt den Wohnungsbrand zu Anlass, um auf die Notrufnummer „112“ für Feuerwehr und Rettungsdienste hinzuweisen. Sie wurde vor über fünf Jahren europaweit festgelegt und ist vom Festnetz und allen Handynetzen gebührenfrei zu nutzen. Anrufe gehen in unserer Region in der integrierten Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Augsburg ein. Dort werden die Fälle gezielt abgefragt und umgehend weitergeleitet. (hsd)

 

 

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