Mit Blaulicht und Sirene zum Kreisbauhof 16.08.2014

Jugendübung 2014

Der angenommene Brandherd war in der grauen Halle, die angrenzenden Gebäude sollten geschützt werden. Zügig waren die Löschstrecken aufgebaut. Bereits wenige Minuten nach Beginn der Übung hieß es „Wasser marsch!“.

ÜBUNG

Mit Blaulicht und Sirene zum Kreisbauhof

Großalarm in Schwabmünchen. Doch aus den Fahrzeugen steigen keine „gestandenen“ Feuerwehrmänner Von Christian Kruppe

 

 

 

 

Plötzlich sind sie da. Mit Blaulicht und Sirene biegen zwölf Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene aus dem Kreisverkehr nahe des Schwabmünchner Bauhofes in die Krumbacher Straße ein. Kurz vor dem Kreisbauhof halten sie an, Einsatzleiter Stefan Missenhardt verlässt das erste Fahrzeug und verschafft sich einen Überblick. Schnell informiert er die Zugführer und die Fahrzeuge verteilen sich um den Kreisbauhof und eine der Hallen der Firma Dittrich+Co.

Doch aus den Feuerwehrautos steigen keine „gestandenen“ Feuerwehrmänner. Gut 90 Jugendliche verteilen sich über das angedachte Szenario. Es ist kein Ernstfall. Die Wehren ausSchwabmünchen, Hiltenfingen, Schwabegg, Siebnach und Mindelheim halten gemeinsam eine Großübung für ihren Nachwuchs ab. Und dieser schlägt sich wacker. Löschwasser wird aus Hydranten und sogar der mehr als hundert Meter entfernten Singold geholt, Löschstrecken werden aufgebaut, ein Versorgungsplatz für Verletzte aufgebaut. Zwei Puppen sind eingeklemmt und müssen geborgen werden, dazu sind zehn Mitglieder des Jugendrotkreuzes, perfekt geschminkt, über das Gelände verteilt und müssen geborgen und versorgt werden. Zeitgleich soll einen brennende Halle von Dittrich+Co. gelöscht und die angrenzenden Gebäude des Kreisbauhofes geschützt werden.

 

 

 

Stefan Missenhardt hat die Übung bis ins kleinste Detail geplant. „Es ist alles dabei, was der Nachwuchs in seiner bisherigen Ausbildung gelernt hat“, erklärt Missenhardt. Und die Jungen und Mädchen zeigen, dass sie ihr gelerntes auch in der Praxis umsetzten können. Was auf den ersten Blick wie ein wirres Gewusel wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als klar strukturierte Umsetzung des gelernten. Nur ein paar „fertige“ Feuerwehrmänner sind als Maschinist oder Truppführer an der Übung beteiligt. Der Rest der Feuerwehrler ist zwischen zwölf und 16 Jahre alt.

 

 

Nach nur wenigen Minuten heißt es schon vor der „brennenden“ Halle „Wasser marsch!“. Nur kurze Zeit später strömt das Wasser aus beinahe allen Schläuchen. Auch die, teilweise gut versteckten, Verletzten sind zügig geborgen. Nach gut 40 Minuten ist die Übung vorüber und das Fazit der Verantwortlichen fällt positiv aus. „Ich bin begeistert, wie gut alle Teilnehmer waren“, freute sich Missenhardt. Auch Schwabmünchens Kommandant Hubert Prechtl war mehr als zufrieden mit dem Nachwuchs. „Aus meiner Sicht war das hervorragend. Ein paar winzige Kleinigkeiten haben nicht gepasst, aber das ist normal. Mein Dank gilt auch allen Organisatoren und Unterstützern der Übung“, so Prechtl. „Wenn man das gesehen hat, braucht man sich um die Zukunft keine Gedanken machen“, lobte der Kommandant.

Auch Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller war vom gezeigten angetan: „Ich denke, ich kann hier für meine Bürgermeisterkollegen der beteiligten Gemeinden sprechen. Ich bin froh und stolz, dass es so viele Jugendliche gibt, die sich die Zeit für die Feuerwehrarbeit nehmen.“

 

http://www.youtube.com/watch?v=qqyHe9-q66c&sns=em

 

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