Neuer Lüfter bringt Rückenwind für Feuerwehr 17.07.2014

Großlüfter Feuerwehr Schwabmünchen

Über einen neuen Großlüfter für die Feuerwehr Schwabmünchen freuen sich: (von links) Anton Denzel (DBS-Brandschutz), Karin Haußmann und Manfred Stöckl (Kreissparkasse), Kommandant Hubert Prechtl, Hermann Wiedemann (Ritter), Bürgermeister Lorenz Müller sowie Wilhelm Menter (Malerbetrieb Menter).

Gemeinschaftsprojekt

Neuer Lüfter bringt Rückenwind für Feuerwehr

Stadt, Firmen und Feuerwehr schaffen Einsatzgerät an. Der Preis ist enorm

 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt, der örtlichen Firmen und der Feuerwehr macht mächtig Wind in Schwabmünchen: Bei einer feierlichen Übergabe hat die Freiwillige Feuerwehr Schwabmünchen einen neuen Großlüfter in Betrieb genommen. Die Kosten des im Umkreis einzigartigen Gerätes teilen sich die Stadt Schwabmünchen, acht örtliche Firmen und die Feuerwehr.

 

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft zeichnete Kommandant Hubert Prechtl das in seiner Dimension einmalige Projekt privater und öffentlicher Partnerschaft nach. In den letzten Jahren seien in Schwabmünchen zahlreiche, großflächige Industriehallen entstanden. Immer wieder bereite die Entrauchung dieser Gebäude nach Bränden Schwierigkeiten, da die bei der Feuerwehr vorhandenen tragbaren Belüftungsgeräte an ihre Grenzen stießen. Lange Produktionsstillstände waren die Folge. Eine rasche Entrauchung sei im Brandfall wichtig für die Sicherheit der Feuerwehrleute, so Prechtl.

 

Er bedankte sich bei allen Sponsoren, die fast 35.000 Euro für die Anschaffung zur Verfügung gestellt hatten. Den Restbetrag von etwa 46.000 Euro bestreitet die Stadt Schwabmünchen aus dem städtischen Haushalt. Darüber hinaus beteiligt sich möglicherweise noch der Landkreis.

Die Sponsoren übergaben den Schlüssel an Kommandant Hubert Prechtl und enthüllten am Lüfter eine Tafel mit Widmung und den Logos der beteiligten Firmen. Bei einer Demonstration zeigte die Feuerwehr die Leistungsfähigkeit des Gerätes – der auf einem Anhänger montierte Großlüfter wird von einem 100-PS-Motor angetrieben und fördert etwa 210.000 Kubikmeter Luft pro Stunde. Insgesamt können sogar bis 1.000.000 Kubikmeter Luft pro Stunde erreicht werden. Mit dem eingebauten Düsensystem kann außerdem Wassernebel erzeugt werden. Er dient dazu, Industrieanlagen zu kühlen oder Dämpfe niederzuschlagen.

 

Neben der Stadt Schwabmünchen haben sich an der Beschaffung des Belüftungsgerätes folgende Firmen beteiligt: Kreissparkasse Augsburg, Firma Ritter, Malerbetrieb Farben Menter, Firma Dittrich+CO, J.N. Eberle Federnfabrik, Firma Nusser, Firma CTP, die Freiwillige Feuerwehr Schwabmünchen mit dem Förderverein sowie die Firma Microsoft. (SZ)

 

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