Nicht immer brennt’s am Einsatzort 14.01.2010

 

Nicht immer brennt's am Einsatzort

Schwabegg (sari) - Kleine Ortsfeuerwehren sorgen nicht nur für die Sicherheit der Bürger, sie sind auch aus dem Dorfleben nicht wegzudenken. Immer wieder zeigte sich das bei der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schwabegg.


ALFA

Auf insgesamt zehn Einsätze brachten es die 42 aktiven Feuerwehrleute im vergangenen Jahr. Daneben bescherten sie ihrem Heimatort erstmals nach neun Jahren wieder einen Maibaum und gestalteten die Dorfweihnacht mit.

„Viele Bürger halten kleine Wehren für überflüssig", klagte Kommandant Thomas Rogg. Die Argumente der Kritiker sind bekannt: Neben dem gut ausgestatteten Schwabmünchner Stützpunkt brauche es doch nicht in jedem Ortsteil eine eigene Feuerwehr. Wie falsch sie mit dieser Annahme liegen, hob Kreisbrandinspektor Günter Litzel hervor. „Freiwillige Wehren prägen das Gemeinwohl", sagte er, „sie wissen viel besser im Ort Bescheid als die Stützpunktfeuerwehr."

Mehr als 600 Übungs- und Einsatzstunden haben die Schwabegger Floriansjünger im abgelaufenen Kalenderjahr in ihren freiwilligen Dienst investiert. Zehnmal rückte die Feuerwehr aus.

Gleich zu Beginn des Jahres stand der erste Einsatz an: Die Scharlach musste vom Eis befreit werden, um ein Überlaufen des Baches zu verhindern. Ein Brand im August beschäftigt die Mitglieder bis heute. In der Nähe eines alleinstehenden Gebäudes zwischen Schwabegg und Hiltenfingen hatten Unbekannte große Mengen an Unrat angezündet. Von den Brandstiftern fehlt noch immer jede Spur.

Glücklicher verlief dieser Einsatz: Ein Luftbeobachter wollte im Wald bei Traunried einen Brand entdeckt haben. Am Einsatzort wunderten sich die Feuerwehrleute - weit und breit war kein Feuer auszumachen. Per Funk kam die Lösung des Rätsels: Der Forst brannte zwischen Siebnach und Schnerzhofen. Nach einer Einsatzfahrt quer durch den Wald konnte Schlimmeres verhindert werden.

Das sind nur einige Beispiele für die Arbeit, die die Feuerwehr leistet. „Die Mitglieder opfern ihre Freizeit, um in Notsituationen zu helfen", betonte Bürgermeister Lorenz Müller

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