Noch ist das Hallenbad ein Wunschtraum 06.02.2013

Übung der Feuerwehr am Jugendzentrum

Im Sommer hielt die Schwabmünchner Feuerwehr noch eine Übung im Jugendzentrum ab. Damit die Rettung und Flucht bei einem solchen Brandfall besser funktioniert, soll das Gebäude nun generalsaniert werden.

Schwabmünchen

Noch ist das Hallenbad ein Wunschtraum

Die Etatplanung ist abgeschlossen. Die Verabschiedung ist für März geplant. Kommt die Stadt mit weniger Schulden aus?

Die Planungen des Schwabmünchner Vermögenshaushalts sind abgeschlossen. In seiner jüngsten Sitzung bewilligte der Hauptausschuss den Entwurf der Stadtverwaltung – mit leichten Änderungen. Insgesamt 141000 Euro weniger neue Schulden will die Stadt laut neuesten Plänen aufnehmen. Und sieht dennoch eine Kreditaufnahme von knapp 1,7 Millionen Euro vor.

„Wir haben gerade im Bereich der Gewerbesteuer sehr vorsichtig kalkuliert“, sagt Bürgermeister Lorenz Müller. „Wir müssen hier die Entwicklung der kommenden Monate abwarten. Vielleicht geht dieser Betrag noch nach oben.“ Gut möglich also, dass die geplanten Schulden nicht aufgenommen werden müssen.

 

Doch wofür gibt die Stadt ihr Geld aus? Darüber wurde ausführlich diskutiert. Ungewöhnlich: Der größte Posten – die Generalsanierung und der Teilneubau des Kindergartens St. Michael für 1,8 Millionen Euro – blieb vollkommen unkommentiert: „Das haben wir ja schon längst beschlossen“, so die einhellige Meinung der Stadträte.

So einig war sich das Gremium aber nicht bei allen Punkten. Vor allem ein Thema sorgte bei der Sitzung für Diskussionen. Ein Thema, das beim Haushaltsentwurf noch gar nicht berücksichtigt wurde: das Hallenbad beziehungsweise Lehrschwimmbecken: „Wir sollten in diesem Zusammenhang keine zu große Euphorie schüren“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Zeitler. „Das ist ein Wunsch, der bisher nie finanzierbar war. Ich denke nicht, dass sich daran etwas geändert hat.“

Ein Einwand, der sich in den weiteren Planungen zeigen muss. Nur so viel scheint sicher: Wenn auf dem Gelände zwischen Stadthalle und Gymnasium ein anderes Bauprojekt – eventuell eine neue Schulturnhalle – realisiert wird, habe sich das Thema laut Bürgermeister Lorenz Müller endgültig erledigt: „Deswegen haben wir die Pflicht, dieses Projekt nochmals zu überprüfen“, so der Bürgermeister.

Für große Überraschung sorgte bei Zeitler ein Kostenpunkt, der für 2014 vorgesehen ist: die Sanierung der Ortsverbindungsstraße zwischen Gaben und Schwabmünchen. 330000 Euro sind dafür vorgesehen: „Wo gibt es hier den Bedarf?“, fragte der SPD-Stadtrat. Den gibt es wohl auf den gesamten knapp drei Kilometern. Und zwar deswegen, weil die Asphaltdecke einfach zu dünn ist. Ein Versäumnis, das aus der Zeit hervorgeht, als die Straße noch unter der Kreisobhut war: „Das kommt auf uns zu“, bestätigte Bauamtsleiter Stefan Michelfeit. „Wenn wir das nicht bald machen, droht ein Totalschaden.“

 

 

 

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