Die Feuerwehren aus Schwabmünchen und Siebnach haben gemeinsam in einem leer stehenden Anwesen den Ernstfall geprobt.

Nur gemeinsam können sie ihren Kameraden retten 23.06.2010

FF SMÜ Übung Siebnach

Nur gemeinsam können sie ihren Kameraden retten

Schwabmünchen/Siebnach

Die Einsatzmeldung klang dramatisch: „Küchenbrand in einem landwirtschaftlichen Anwesen. Es werden vier Personen vermisst." Glücklicherweise handelte es sich dabei nicht um einen Ernstfall, sondern um eine Probe.

 

 

 

Die Feuerwehren aus Schwabmünchen und Siebnach haben gemeinsam in einem leer stehenden Anwesen den Ernstfall geprobt.

 

Zu einer landkreisübergreifenden Einsatzübung wurden die Feuerwehren aus Schwabmünchen und Siebnach gerufen. Aber auch wenn das Anwesen in Siebnach eigentlich leer stand und der Qualm mit Disco-Nebel simuliert wurde - die Feuerwehrler gingen mit voller Kraft ans Werk. Ein Angriffstrupp ging mit schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung und Personensuche ins Gebäude. Während die Siebnacher die Wasserversorgung sicherstellten und von außen ein mögliches Übergreifen auf das Nachbargebäude verhinderten, konzentrierten sich die Schwabmünchner Kräfte auf den Innenangriff. Dabei wurde klar, dass sich die Personensuche in dem verrauchten und teilweise mit alten Möbeln verstellten Gebäude äußerst schwierig gestaltete. Die Einsatzleitung reagierte umgehend und schickte zwei weitere Atemschutztrupps zur Unterstützung in das Haus vor.

Nach und nach konnte so der Küchenbrand gelöscht und die drei Stockwerke des Gebäudes durchsucht werden. Alle vier vermissten Personen wurden zügig gerettet und an den von der Siebnacher Feuerwehr aufgebauten Verletztensammelplatz übergeben.

Ausbilder hatten viele Schwierigkeiten eingebaut

Doch dann Schock: Wegen eines angenommenen Treppeneinsturzes und einem dabei verletzten Kameraden - beide Schwierigkeiten hatten die Ausbilder in das Szenario eingebaut - konnten die Angriffstrupps mit dem Verletzten Atemschutzträger das Gebäude nicht mehr über das Treppenhaus verlassen. Der bereitstehende Sicherungstrupp der Siebnacher Feuerwehr eilte von außen sofort mit tragbaren Leitern zur Hilfe und nahm den Verletzten, der von seinen Kameraden aus einem Fenster im ersten Stock abgeseilt werden musste, entgegen. Nachdem alle Atemschutztrupps das Gebäude wieder verlassen hatten, konnte „Einsatzende" gemeldet werden.

Bei der anschließenden Nachbesprechung hoben die Übungsleiter den schnellen und gezielten Einsatz der Mannschaft hervor. Vor allem aber lobten sie die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den beiden Feuerwehren. (SZ

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