Schwabmünchen: Fünf Jugendfeuerwehren im Großeinsatz 15.08.2014

Jugendgroßübung 2014 in Schwabmünchen

Schwabmünchen: Fünf Jugendfeuerwehren im Großeinsatz

15. AUGUST 2014 VON 

Viele Vereine klagen über Nachwuchssorgen – auch die Feuerwehren kämpfen mit der demographischen Entwicklung, dass es noch anders aussieht, zeigte der Feuerwehrnachwuchs bei einer Großübung am Dienstag in Schwabmünchen.
Voller Einsatz für die Jungendlichen (Foto: Rizer S.)

Voller Einsatz für die Jungendlichen (Foto: Rizer S.)

Gespannt warteten zahlreiche Eltern, Freunde und Zuschauer am Dienstag am Kreisbauhof in Schwabmünchen. Nicht etwa die bekannten gelben Baufahrzeuge sorgten für diesen Besucheransturm, sondern die landkreisübergreifende Großübung der Jugendfeuerwehren Schwabmünchen, Hiltenfingen, Siebnach, Mindelheim und Schwabegg.

Explosion und Brand im Bauhof

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Anspruchsvoller und umfangreicher als viele Hauptübungen der »großen« Feuerwehren war die Einsatzübung für die Jugendlichen geplant worden. In der Übungsannahme war es in einer an den Bauhof angrenzenden Firma zu einem Brand gekommen, dieser hatte sich binnen kürzester Zeit auf den Bauhof ausgebreitet. Durch das Feuer abgelenkt, war es auf dem Gelände zu einem Unfall gekommen, bei denen zwei Arbeiter eingeklemmt wurden. Um kurz nach 19°° Uhr schrillten dann die Einsatzhörner der zahlreichen Feuerwehrfahrzeuge auf. Nach und nach rückten die Wehren aus dem Bereitstellungsraum vor dem »Brandobjekt« zum Einsatzort auf den Hof nach.

 

Routiniert, konzentriert und gut ausgebildet

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Wie die »Großen« zeigten die Nachwuchsfeuerwehrler ihr Können. Routiniert legten die Jugendlichen meterlange Schlauchleitungen aus, schlossen das Strahlrohr an den Verteiler und begannen mit der Brandbekämpfung. Zeitgleich kümmerten sich die anderen Kameraden und Kameradinnen um die Wasserversorgung aus dem benachbarten Singold. Mit technischem Gerät mussten an anderer Stelle die beiden Arbeiter (Übungspuppen) aus ihrer misslichen Lage befreit werden, dazu war es vonnöten, einen Pritschen-LKW mit dem Hebekissen anzuheben. Bei dem anderen Arbeiter musste erst ein großer Flüssigkeitsbehälter mit einer Handpumpe entleert und anschließend mit einem hydraulischen Stempel angehoben werden. Egal ob bei der Brandbekämpfung oder der technischen Hilfeleistung, die Jungs und Mädels waren hochkonzentriert bei der Arbeit und konnten nach kürzester Zeit ihren Übungseinsatz unter den stolzen Augen der Eltern abschließen.

 

Gemeinsam üben, gemeinsam lernen

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Obwohl fünf verschiedene Feuerwehren aus zwei Landkreisen diesen Übungseinsatz durchführten funktionierten alle Aufgaben reibungslos und flüssig. Nicht nur für sich sondern gemeinsam üben jedes Jahr die Jugendwehren aus Mindelheim, Schwabmünchen und Siebnach bei der Jugendhauptübung. Die Übungsorte rotieren jedes Jahr durch die Gemeinden, so wird nächstes Jahr die Hauptübung der Jugendfeuerwehren in Mindelheim stattfinden. Durch einheitliche Ausbildung funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Feuerwehren – wie auch im Echteinsatz – hervorragend. Dieses Übungskonzept fand in der anschließenden Nachbesprechung lobenden Zuspruch durch die Führung der Feuerwehr Schwabmünchen und den Bürgermeister von Schwabmünchen, welcher es sich nicht nehmen ließ den jungen Nachwuchs bei der Übung zu beobachten.

 

Kameradschaft und Freundschaft

Bei einem gemeinsamen Grillabend konnten sich die Jugendlichen austauschen und die Übung aus ihrer Sicht Revue passieren lassen. Aus diesen überkommunalen Übungen haben sich schon etliche Freundschaften ergeben. Für kurzzeitige Aufregung sorgten dann noch zwei kleinere »echte« Einsätze der Feuerwehr Schwabmünchen.

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Filmbeitrag

im Schnitt

Fotos (Krivacek/Schweinberger/Rizer)

 

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