Unwetter richtet Schäden an - Anwohner schimpfen auf die Stadt 06.08.2014

Wassereinbruch in der Tiefgarage – und das zum dritten Mal innerhalb eines guten Jahres. Kein Wunder, dass die Anwohner von Hausnummer 11 in der Weber

Wassereinbruch in der Tiefgarage – und das zum dritten Mal innerhalb eines guten Jahres. Kein Wunder, dass die Anwohner von Hausnummer 11 in der Weberstraße in Schwabmünchen ziemlich sauer sind.

Schwabmünchen

Unwetter richtet Schäden an - Anwohner schimpfen auf die Stadt

Ein Gewitter hat in Schwabmünchen Spuren hinterlassen. Die Anwohner schimpfen auf die Stadt. Und die sucht jetzt Lösungen.

 

 

 

Die Anwohner in der Hausnummer 11 in der Weberstraße in Schwabmünchen sind stinksauer: Innerhalb gut eines Jahres stand ihre Tiefgarage am Montagabend zum dritten Mal unter Wasser. Die Schäden an Gebäude, Heizung, Fahrzeugen und in den Kellern bei gelagerten Utensilien gehen angeblich in die Hunderttausende. Die Schuld daran geben sie der Stadt.

„Bei jedem starken Regen sitzen wir in unserer Wohnung und haben Angst, dass wir wieder Wasserschäden haben“, sagt eine Anwohnerin entrüstet. Montagnacht konnte sie gerade noch ihr nagelneues Auto aus der Tiefgarage fahren, bevor sie wieder überflutet wurde. Draußen musste sie dann befürchten, dass der Hagel ihr Auto beschädigt. „Wozu hab ich denn eine Garage, wenn ich bei Unwetter mein Auto dann ins Freie stellen muss“, schimpfte sie.

Mit ihrem Wagen draußen angekommen, sah sie dann schon das nächste Problem. Der Kanaldeckel direkt vor der Ausfahrt hatte sich gut einen dreiviertel Meter gehoben. So stark presste ihn der Wasserdruck nach oben. „Dieses Schauspiel kennen wir jetzt schon“, erzählt ein anderer Anwohner, „das sehen wir in gut einem Jahr jetzt das dritte Mal.“

Die Feuerwehr pumpte die Tiefgarage aus, der Kanaldeckel senkte sich, Hagel und Regen ließen nach, die Emotionen kochen weiterhin hoch.

 

Bürger schimpfen über verfehlte Kanalpolitik

Das Unwetter zeigte sich aber nur auf einem begrenzten Streifen in Schwabmünchen von seiner Schattenseite. Laut Angaben der Polizeiinspektionen in Schwabmünchen und Bobingen, blieb das gesamte Umland verschont. Weder auf dem Lechfeld, noch in den Stauden richtete das Unwetter wesentliche Schäden an. Auch in Bobingen und Königsbrunn gab es außer Regen keine gewitterbedingten Vorfälle.

Nur in der Weberstraße hinterließ Mutter Natur ihre Spuren. Schuld an der Misere, so sagen die Anwohner, sei eine verfehlte Kanalpolitik der Stadt. Vor ein paar Jahren wurde ein Regenrückhaltebecken vor ihrem Haus eingebaut. Seitdem gebe es die Probleme. Immer mehr Gebiete würden an das System angeschlossen. Die Kanalisation sei dadurch überfordert.

Und: Damit der Wasserdruck den Kanaldeckel nicht hebt, hatte ihn der Bauhof zugeschraubt. Daraufhin gab es beim nächsten Starkregen große Verwerfungen in der Straße. „Und was machte die Stadt? Sie stellte einfach Schilder auf, dass man dort ganz langsam fahren muss. Das kann’s doch nicht sein“, schimpfen die Hochwasser-Geschädigten.

 

 

 

drucken nach oben