Wehren profitieren vom Feuerwehrführerschein 13.06.2011

Wehren profitieren vom Feuerwehrführerschein

13. Juni 2011 18:20 Uhr

 

 

Neuregelung

Wehren profitieren vom Feuerwehrführerschein

Bald können die Helfer der örtlichen Feuerwehren und anderer Katastrophendienste schwere Einsatzfahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen fahren. Davon profitieren vor allem kleine Wehren. Von Ivanka Williams-Fuhr

 

Seit 1999 gilt in Europa ein einheitliches Führerscheinrecht. Seitdem dürfen mit dem Führerschein Klasse B nur noch Fahrzeuge bis maximal 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse gefahren werden. Im Privatleben spielte die Neuregelung keine große Rolle. Doch Freiwillige Feuerwehren, Technische Hilfsdienste oder Rettungsdienste hatten Probleme wegen des Gewichts der Einsatzfahrzeuge.

 

Zuschuss von der Stadt

Jetzt wurde nachgebessert: Mit einem sogenannten „Feuerwehrführerschein" soll die Fahrerlaubnis auf Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen erweitert werden. Einem entsprechenden Gesetzentwurf hat der Bundesrat kürzlich zugestimmt.

Für Hubert Prechtl, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Schwabmünchen, ist die geplante Neuregelung „nicht so relevant". Er könne auf viele Fahrer zurückgreifen, die die entsprechende Berechtigung haben. Auch mehrere jüngere Mitglieder hätten schon den zusätzlichen Führerschein gemacht. Die Ausbildung wurde durch die Stadt bezuschusst - die Führerscheinanwärter haben sich im Gegenzug verpflichtet, für acht Jahre eine bestimmte Anzahl von Dienststunden zu übernehmen. „Das neue Gesetz wird aber mit Sicherheit kleineren Feuerwehren die Arbeit erleichtern", meint Prechtl.

 

Dem kann Erwin Mayer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Klosterlechfeld, nur zustimmen. „Bis jetzt läuft alles noch gut", sagt er. Aber der Nachwuchs wolle natürlich auch die Einsatzfahrzeuge fahren. Der „Feuerwehrführerschein" sei deshalb „eine sehr gute Sache", die motiviere, den Einsatz erleichtere und nicht zuletzt auch Kosten spare. „Der Erwerb eines Lkw-Führerscheins schlägt mit mehr als 5000 Euro zu Buche, das kann sich privat nicht jeder leisten", so Mayer.

 

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