Wind peitscht Flammen durch die Schneenacht 10.12.2010

Brand Gennach 09.12.2010

Schneesturm und Qualm ohne Ende, das waren die äußeren Bedingungen, gegen die die Feuerwehren bei dem Brand in Gennach zu kämpfen hatten. Sogar am nächsten Tag rauchten die Brandüberreste (Bild oben) noch. Fotos: Reinhold Radloff

Wind peitscht Flammen durch die Schneenacht

Von Reinhold Radloff

 

Gennach

 

Meterhoch schlugen die Flammen in die stürmische Schneenacht. Kurz nach Mitternacht von Mittwoch auf Donnerstag erwachten die Bewohner des ländlichen Anwesen an der äußeren Dorfstraße in Gennach von Brandgeräuschen. Sie riefen sofort bei der Einsatzzentrale an, denn an eine eigene Feuerbekämpfung war nicht mehr zu denken.

Schnell rückten die Wehren von Gennach, Hiltenfingen Langerringen und Schwabmünchen an und bekämpften die Flammen. Zu retten gab es bei den betroffenen Nebengebäuden nichts mehr. Ein Gartenhaus, eine Holzhütte, eine Scheune, ein Gewächshaus, ein Bauwagen und ein Pferdestall gingen in Qualm und Flammen auf, so ein Feuerwehrsprecher. Sie waren nahe aneinander gebaut. Ein Schneesturm peitschte die Flammen von einem Bauwerk zum anderen.

 

„Gott sei Dank standen westlich der Brandstellen keine weiteren Gebäude oder gar das Wohnhaus, denn der Wind war so heftig, dass einfach alles, was in der Nähe gewesen wäre, ein Raub der Flammen geworden wäre", so der Zugführer der Schwabmünchner Wehr, Stefan Hieber.

Gelöscht werden konnte ein Strommast, sodass es kein Problem mit der Stromversorgung der nicht betroffenen Gebäude gibt.

 

Nach gut einer Stunde konnten die etwa 60 Mann starken Löschtrupps „Feuer aus" melden. Bis zu diesem Zeitpunkt fielen die betroffenen Gebäude eins nach dem anderen in sich zusammen. Was von den meisten blieb, ist nur ein Haufen Schutt.

 

Verletzt wurde niemand. Ein Pferd konnte aus dem Stall gerettet werden, bevor die Flammen auf ihn übergegriffen hatten.

Eine Ursache wurde laut Polizei am gestrigen Tag nicht gefunden. Die Untersuchungen übernahm die Kriminalpolizei. Anzeichen für Brandstiftung gebe es keine. Ein technischer Defekt wird für möglich gehalten. Der Schaden könnte etwa bei 30 000 Euro oder höher liegen.

 

Viel Lob für den gut koordinierten Einsatz der Wehren unter der Leitung der Gennacher Feuerwehr hatte Hieber: „Alles hat bestens geklappt. Darauf können wir stolz sein."

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