"Wir sind eine starke Truppe" 17.07.2010

Wir sind eine starke Truppe

125 Jahre Feuerwehr Mittelstetten

„Wir sind eine starke Truppe"

Von Ivanka Williams-fuhr

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Mittelstetten

Auf die freiwillige Feuerwehr ist immer Verlass. Sie ist schnell da, wenn es brennt, sie pumpt bei Hochwasser die Keller leer, sie räumt bei Unwetter die Straßen auf, sie rettet Menschen aus verunglückten Fahrzeugen. Und sie kann auch große Feste auf die Beine stellen - wie jetzt in Mittelstetten.

Dort wird noch bis zum Sonntag das 125-jährige Bestehen der örtlichen Feuerwehr kräftig gefeiert. Der Auftakt wurde am Donnerstag gemacht: Mit drei Schlägen hat Bürgermeister Lorenz Müller als Schirmherr die erste Maß angezapft und das viertägige Fest offiziell eröffnet. Seine wichtigsten Aufgaben - für das schöne Wetter zu sorgen und das Bier fließen zu lassen - hat der Rathauschef glänzend gemeistert, wie Landrat Martin Sailer schmunzelnd meinte.

Beim Festabend konnte Rudolf Hiller in seiner Funktion als Festausschussvorsitzender viele Gäste begrüßen. Vertreter der Stadt, des Landkreises, der Kreisbrandinspektion, der Vereine, der Feuerwehren aus Nah und Fern und viele Bürger sind gekommen, um nicht nur mit der Feuerwehr das 125. Geburtstag zu feiern, sondern auch das „Wir-Gefühl" eines intakten Dorflebens zu erleben. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Mittelstetten engagieren sich derzeit 54 Aktive - statistisch gesehen leistet also jeder zehnte Mittelstetter einen Feuerwehrdienst. Nachwuchssorgen kennen die Feuerwehrleute nicht. Im Dorf gibt es kaum eine Familie, die nicht in irgendeiner Weise mit der Feuerwehr verbunden ist. „Wir sind eine starke Truppe", sagte Hiller mit Stolz. „So ein Jubiläum ist auch ein Bekenntnis zur Gemeinschaft", betonte Landrat Martin Sailer in seiner Grußrede. Der Feuerwehr Mittelstetten sprach er großen Dank für ihren freiwilligen Dienst am Nächsten aus. „Ohne das Ehrenamt wäre kein Staat zu machen." Bürgermeister Lorenz Müller würdigte die Feuerwehren als einen wichtigen Bestandteil der Gesellschaft. „Die Feuerwehrleute opfern unzählige Stunden Freizeit für die Sicherheit der Bürger", so Müller. Das Profil der Feuerwehrarbeit habe sich zwar im Laufe der Jahre geändert, das unermüdliche Engagement, im Notfall Hilfe zu leisten, sei aber ungebrochen. „Alle unsere Feuerwehren haben ihre Berechtigung." Grußworte brachten auch Rudi Kraus, Vorstand des Partnervereins Schwabmünchen sowie der neue Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister. „Es ist fast unglaublich, wie das Dorf so schöne Festdamen präsentieren kann", staunte Müller angesichts der acht Frauen, die das Auftaktfest mit Charme begleiteten.

Die ehemaligen Festdamen waren fast vollzählig da

Auch die ehemaligen Festdamen der beiden großen Feierlichkeiten der Mittelstetter Feuerwehr zur Einweihung der Fahne im Jahr 1964 sowie zum 100. Jubiläum im Jahr 1985 waren fast vollzählig gekommen. Stimmungsvoll umrahmt hat den Festabend die Schwabmünchner Jugend- und Stadtmusikkapelle. Mehr als 60 Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Mittelstetten sorgten für den reibungslosen Verlauf: Bis auf das Essen wird der Festzeltbetrieb in Eigenregie durchgeführt.

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