Anwesen des Bürgermeisters brennt lichterloh 15.05.2030

Brand Leuthau 4 am 15.05.2018

Den schlimmsten Brand seit mindestens einem Jahr erlebte Schwabmünchen in der Nacht auf Dienstag

Anwesen des Bürgermeisters brennt lichterloh

 

 

Der Gebäudekomplex in der Leuthau brennt aus. Stundenlang kämpft die Feuerwehr, um wenigstens das Wohnhaus teilweise zu retten.

 

Den schlimmsten Brand seit mindestens einem Jahr erlebte Schwabmünchen in der Nacht auf Dienstag. Der wirkungsvolle und schnelle Großeinsatz der örtlichen Feuerwehren rettete Leben und unersetzbare Güter aus dem Anwesen des Bürgermeisters Lorenz Müller.

 

1.30 Uhr:

Ein Autofahrer fährt Richtung Leuthau und beobachtet den Feuerschein eines Anwesens. Er alarmierte über 112 sofort die Feuerwehr und rast zu dem brennenden Gebäude. Als er ankam, hatten die Eigentümer den Brand auch schon bemerkt.

 

1.36 Uhr:

Die Feuerwehr der Stadt Schwabmünchen ist bereits vor Ort und beginnt sofort mit den Löscharbeiten. Zu diesem Zeitpunkt standen Stallungen, Stadel und Garagen bereits im Vollbrand. Die Flammen schlugen hoch aus den Dächern.

 

Nur ein Hydrant vorhanden

Da nur ein Hydrant an dem Anwesen vorhanden ist, muss eine ungefähr einen Kilometer lange Schlauchleitung mit Pumpen von der Schwarzach bis zur Brandstelle gelegt werden. Die Feuerwehren aller Ortsteile (Birkach, Klimmach, Schwabegg und Mittelstetten) sind auch eingetroffen und unterstützen die Arbeiten massiv.

Da die angebauten Gebäudeteile laut Feuerwehr nicht mehr zu retten waren, konzentrierten sich die Löscharbeiten auf das Obergeschoss des Wohnhauses, aus dem auch schon die Flammen schlugen.

Vorrangig war aber auch, die vier Pferde aus den brennenden Stallungen zu befreien, was den Feuerwehrmännern unter Atemschutz und Einsatz ihres Lebens gelang. „Einer meiner Leute wurde dabei an der Schulter verletzt, konnte aber das Krankenhaus wieder verlassen“, berichtet der Einsatzleiter Stefan Missenhardt.

 

 

Übergreifen des Brandes auf das darunter liegende Stockwerk und das Erdgeschoss verhindert

Atemschutz – das war eines der wichtigsten Themen bei diesem Brand: „Wir konnten wegen der massiven Rauchentwicklung nur mit unseren Masken in das Obergeschoss des Hauses gelangen, um dort die Brandherde zu bekämpfen“, so Missenhardt. Er freute sich und zeigte sich stolz auf seine Feuerwehrmänner, dass sie das Übergreifen des Brandes auf das darunter liegende Stockwerk und das Erdgeschoss verhindern konnten. Auch im Außenbereich des Hauses konnte teilweise nur mit Atemschutz gearbeitet werden, da der Wind immer wieder drehte und die Rauchentwicklung massiv war.

 

Gegen 3 Uhr war der Brand im Prinzip gelöscht. „Die Hauptaufgabe war anschließend, das Wiederaufflammen zu unterdrücken und Glutnester vorrangig im Heu zu beseitigen“, so der Kommandant. Deshalb wurde mithilfe eines Baggers sofort mit dem Teilabriss der Nebengebäude begonnen und das Heu im Freien verteilt.

Gegen 5 Uhrkonnte Missenhardt dann endgültig melden: „Feuer aus.“

 

 

Brandermittler sind eingetroffen

Zur Ursache des Brandes machten weder die Hauseigentümer, noch die Feuerwehr und die Polizei Aussagen. Ob das Gewitter, das am frühen Abend über Schwabmünchen niedergegangen ist, mit dem Brand zu tun haben könnte – auch dazu äußerte sich niemand. Die Brandermittler des Kriminaldauerdienstes trafen am gestrigen Vormittag für ihre Untersuchungen ein.

Gegen 7 Uhr am Dienstagmorgen zogen alle Feuerwehrkräfte bis auf die Brandwache ab. Vor Ort blieb auch Einsatzleiter Missenhardt, der betonte, dass dies der größte Brand in Schwabmünchen zumindest seit einem Jahr gewesen sei und lobte alle Einsatzkräfte: „Ich bin mit der Arbeit aller vor Ort äußerst zufrieden. Die Männer und Frauen gaben alles. Mehr von den Gebäuden zu retten, die trotz aller Mühe jetzt unbewohnbar sind, wäre schlichtweg unmöglich gewesen. Die Zusammenarbeit mit den Ortsteilwehren war bestens.“

Bürgermeister Lorenz Müller und seine Familie erlitten leichte Rauchvergiftungen, konnten aber das Krankenhaus gleich wieder verlassen. Sein Kommentar zu dem Brand der Gebäude: „Das Wichtigste ist, dass wir leben und gesund sind. Ich bin der Feuerwehr sehr dankbar, dass sie so hervortragende Arbeit geleistet hat.“

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