Der Gründonnerstagskrug

Ein Weihwasserkrug aus dem 19. Jahrhundert

Gründonnerstagskrug Ausschnitt

 

 

 

"Gründonnerstagskrug"

Weihwasserkrug mit Christusmonogramm

Hafnerware, glasiert, 

Zinndeckel

schwäbisch, 19. Jahrhundert 

 

Den Ursprung des Christusmonogramms vermutet man in der Übertragung des griechischen Namens Jesu ins Lateinische. Die Schreibweise ΙΗΣΟΥΣ wurde abgekürzt zu ΙΗΣ. Die Buchstaben Iota, Eta und Sigma wurden zu IHS.

Gedeutet wurde die Buchstabenfolge in vielfältiger Weise, darunter als "Iesus hominum salvator" (Jesus, Erlöser der Menschen) oder auch „Jesus, Heiland, Seligmacher“.  

 

Die überlieferte Bezeichnung des Krugs als "Gründonnerstagskrug" könnte darauf hindeuten, dass er einst Teil der Gründonnerstagsliturgie war, was jedoch nicht belegt ist. 

Mit der Feier des Letzten Abendmahls beginnt ja am Abend des Gründonnerstags das Triduum Sacrum, also die Zeit der drei Feiertage um Ostern. 

Nach den biblischen Überlieferungen feierte Jesus am Vorabend seiner Verhaftung mit den Jüngern das Letzte Abendmahl. Dabei brach er das Brot und verteilte den Wein und gab ihnen den Auftrag, dies in Zukunft zu seinem Gedächtnis zu tun. 

Im Johannes-Evangelium wird zudem berichtet, wie Jesus den Jüngern die Füße wusch. 

Noch heute wird in vielen Gemeinden diese Fußwaschung beim Abendmahlsgottesdient nachvollzogen. Der Hauptzelebrant der Messe bis hinauf zum Papst wäscht dabei nach dem Vorbild Jesu 12 Gläubigen die Füße, um symbolisch zu verdeutlichen, dass das kirchliche Amt ein Amt des Dienens und nicht des Herrschens ist. 

 

Gründonnerstagskrug

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