Die Feuerwehr feiert Geburtstag - ohne Festzelt und Bier 08.04.2019

150 Jahre FF SMÜ mit Weihe LF 20

 

Schwabmünchen

14:50 Uhr

Die Feuerwehr feiert Geburtstag - ohne Festzelt und Bier

 

Die Feuerwehr feiert ihr 150-jähriges Bestehen ohne großes Event. Eine Fahrzeugweihe und ein Festakt sind der Auftakt im Jubeljahr. Was noch alles geplant ist.

 

Manch einer hat erwartet, dass die Schwabmünchner Feuerwehr ihren 150. Geburtstag mit einem rauschenden Festwochenende samt Festzelt und meist auch viel Bier feiert. Doch diese Idee war schnell verworfen, wie Schwabmünchens Kommandant Stefan Missenhardt erzählt. „Das sind einfach nicht wir, so was passt nicht zu uns“, ergänzt der.

Die Schwabmünchner Feuerwehr feiert anders. Den inoffiziellen Auftakt machte die Brandheiß-Party im Fasching mit fast 1000 Gästen und tanzenden Feuerwehrmännern.

Der zweite Teil der Feierlichkeiten war weitaus gediegener. Begonnen hat er mit der Weihe des neunen LF-20, einem hochmodernen Löschfahrzeug. Dabei stellt Kommandant Stefan Missenhardt klar, dass das fast 400000 Euro teure Feuerwehrauto „kein Fahrzeug für die Feuerwehr ist“, sondern eines für die Bürger.

 

Zur Weihe fanden sich neben nahezu allen Schwabmünchner Feuerwehrkräften auch viele Wehren aus dem Umland ein. So entstand bei der Weihe ein prachtvolles Bild mit dem neuen LF-20 und hunderten Feuerwehrkräften samt ihrer Fahnenabordnungen auf dem Platz nördlich der Kirche.

 

Der heilige Florian hatte seinen Auftritt in der Kirche

Im Anschluss an die Weihe war das Jubiläum auch Teil des Gottesdienstes, bei dem der heilige Florian, der Schutzpatron der Feuerwehren seinen Auftritt hatte seine Geschichte erzählte. Nach dem schön arrangierten Gottesdienst folgte ein Festakt in der Stadthalle, zu dem sich neben den vielen Feuerwehren auch Gäste aus der Politik und Wirtschaft gesellten. Zur Stadthalle gab es einen Korso mit mehr als 20 Feuerwehrfahrzeugen, den etliche Zuschauer verfolgten.

 

 

Statt trockenen Reden gab es in der Stadthalle Schwabmünchen ein kreatives Video

Auch hier gelang es dem Organisationsteam der Feuerwehr einen Ablauf zu kreieren, der den Akt zu einem kurzweiligen Vergnügen machte. Statt unzähligen Festrednern vor Ort, schickte die Feuerwehr ein Videoteam auf die Reise, welches dafür sorgte, dass die Grußworte nicht trocken, sondern frisch und oftmals kreativ wurden. Zwischen diesen Filmchen gab nur wenig gesprochene Grußworte von ausgewählten Gästen auf der Bühne. Garniert wurde dies mit weiteren Filmen über die Feuerwehr, die die vier wichtigen Bereiche Einsatz, Mensch, Technik und Zukunft beleuchteten. Allein schon für diese vier hervorragend gemachten Filme gab es anhaltenden Applaus.

Stolz dürften die Schwabmünchner Feuerwehrler auch darauf sein, dass es bei den Videobotschaften sogar eine von Joachim Hermann, dem bayerischen Innenminister gab, der das Engagement der Schwabmünchner, aber auch aller anderer Feuerwehren lobte.

 

Zu den anwesenden Festrednern zählte Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller, der vor allem das ehrenamtliche Engagement lobte. „Die Feuerwehr tut alles, was sie macht, ohne materielle Gegenleistung. In der Feuerwehr herrscht ein besonderer Geist“, so der Bürgermeister. Besonders stolz zeigt sich Müller auf die große Zahl der Jugendlichen in der Feuerwehr, „denn da werden wichtige Werte vermittel“t. So fiel es ihm leicht zu sagen: „Die Stadt Schwabmünchen ist stolz auf ihre Feuerwehr.“

 

Schwabmünchner Feuerwehr ist die älteste im Landkreis

 

Auch Landrat Marin Sailer bekam die Ehre, sein Grußwort von der Bühne aus an die Wehr zu richten. „Es stehen immer Menschen, die sich engagieren hinter dem Begriff der Feuerwehr. Die Feuerwehren sind eine starke Gemeinschaft“, lobt der Landrat, der zudem feststellte, „dass die Schwabmünchner Feuerwehr die Älteste im Landkreis ist“.

 

Ein Gegenpol zur Null-Bock-Generation

Auch Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister lobte vor allem die starke Jugendarbeit in Schwabmünchen. „Das ist ein Gegenpol zur Null-Bock-Generation“, so der ranghöchste Feuerwehrler im Landkreis.

Eine besondere Ehrung gab es dabei noch für Schwabmünchnes Kommandant Stefan Missenhardt und Thomas Müller, dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins. Von Landrat Martin Sailer uns seiner Stellvertreterin Sabine Grünwald bekamen die beiden, stellvertretend für die Feuerwehr, das Ehrenzeichen des Landkreises.

 

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