Feierliche Eröffnung der neu gestalteten Fuggerstraße in Schwabmünchen

Nachdem die Neugestaltung im Süden der Innenstadt mit der Luitpoldstraße vor Jahren abgeschlossen war, wurde ab März 2020 die gestalterische Angleichung und Modernisierung der Fuggerstraße nach Norden umgesetzt. Heute präsentiert sich der neu gewonnene Stadtraum in modernem zukunftsfähigen Gewand.

Erster Bürgermeister Lorenz Müller freut sich über den Abschluss der Baumaßnahme, die allen Anwohnern und Geschäftsleuten viel Geduld abverlangt hat. „Dafür möchte sich die Stadt nochmals bedanken. Endlich ist ein deutlich wahrnehmbares Stadtzentrum entstanden, in dem es sich wunderbar Flanieren lässt. Besonders erfreulich sind zwei Neueröffnungen im Frühsommer und eine dritte Ladenneueröffnung im Herbst. Genau diese Belebung der Innenstadt war unser Ziel“, so Bürgermeister Lorenz Müller.

Dank der Städtebauförderung mit Mitteln von Bund und Land konnte die Innenstadt Schwabmünchens dieser kompletten Neugestaltung unterzogen werden. Der Kostenumfang der aktuellen Baumaßnahmen belief sich auf eine Gesamtsumme von rund 3,6 Mio. Euro. Der Bund und der Freistaat Bayern unterstützen dieses Engagement zur Aufwertung des öffentlichen Raumes mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm IV „Aktive Zentren“ mit knapp 2 Mio. Euro für diesen konkreten Bauabschnitt.

Am Freitag, 25. Juni 2021, wurde die Fuggerstraße durch Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, im Beisein von geladenen Gästen feierlich eröffnet. Die Ansprachen fanden auf der Freiluftbühne im Rathausgarten statt. Schreyer lobte in ihrer Rede die Neugestaltung: „Die Fuggerstraße wird durch all die Maßnahmen zu einem attraktiven Lebensmittelpunkt für die Bürgerinnen und Bürger. Hier fühlt man sich wohl, hier mag man verweilen und plaudern. Insofern freut es mich, dass wir die Aufwertung der gesamten zentralen Innenstadtbereiche über die Städtebauförderung mit rund 3,5 Millionen Euro unterstützen konnten.“

Gemeinsam spazierten die Gäste zur Besichtigung durch die neu gestaltete Fuggerstraße. Nach der ökumenischen Segnung durch Stadtpfarrer Christoph Leutgäb und Pfarrer Andreas Gatz vollzogen Staatsministerin Kerstin Schreyer und Erster Bürgermeister Lorenz Müller mit dem Durchschneiden eines Bandes offiziell die Freigabe der Fuggerstraße.

Anwesend waren unter anderem von der Regierung von Schwaben Ltd. Regierungsdirektor Dr. Bruckmeir und Herr Boderke weiterhin Stv. Landrätin Grünwald, Ehrenbürger Altlandrat Dr. Vogele, die Stadträtinnen und Stadträte sowie Vertreter der beteiligten Baufirmen und des Planungsbüros.
Zudem nahmen maßgeblich mitwirkenden und beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung teil, die sich über das Ergebnis und die Würdigung freuten.

Ein Blick auf die Baumaßnahmen
Schon immer bilden die Fuggerstraße und die Luitpoldstraße die zentrale Achse durch die Innenstadt Schwabmünchens. Der gesamte Straßenzug war früher hauptsächlich eine reine Verkehrsader mit viel Durchgangsverkehr. Von März 2020 bis Februar 2021 verwandelte sich die Fuggerstraße in eine Großbaustelle, anschließend folgten noch kleinere Arbeiten.

Insgesamt erstreckten sich bei dieser Maßnahme sechs Bauabschnitte vom Stadtplatz in Richtung Norden inklusive Frauenstraße bis hin zum Rathaus. Für die Neugestaltung wurden bei der Konzeption Bürgerinnen und Bürger einbezogen, hinsichtlich spezifischer Details wie beispielweise Standorte neuer Bäume und Parkbuchten wurden die Interessen der direkten Anlieger, Geschäftsleute und Gastronomen, soweit dies umsetzbar war, berücksichtigt.

Auf der Großbaustelle, die eine sogenannte grüne Baustelle war, wurde bei den Arbeitsprozessen ressourcenschonend gearbeitet und möglichst viel Material wiederaufbereitet.
Der bestehende Oberbau der gesamten Straße wurde von Hauswand zu Hauswand bis zu einer Tiefe von 50-60 cm komplett abgetragen. Bei den anstehenden Verkabelungsarbeiten wurden gleichzeitig Glasfaserkabel verlegt. Die neue Straßenbeleuchtung entspricht mit LED-Beleuchtung und mit WLAN-Fähigkeit allen modernen Anforderungen. Die notwendigen Anschlüsse und Bodenhülsen für die Weihnachtsbeleuchtung der Werbegemeinschaft wurden im Rahmen der Maßnahme ebenfalls eingebracht.

Die Gehwege und damit auch die Bestuhlungsflächen für die Außengastronomie wurden deutlich verbreitert. Die Gehwege sind nun mit Granitplatten belegt und mit rollstuhltauglichen Niederborden und einem durchgängigen integrierten Blindenleitsystem barrierefrei gestaltet.
Neu hinzugekommen sind zwei Querungsinseln mit Zebrastreifen und Begrünung. Bei der Einmündung der Frauenstraße wurde eine spezielle Pflasterfläche eingebracht, die für Belastung beispielsweise durch Busverkehr geeignet ist. Eine Bushaltstelle Altes Rathaus-Nord wurde völlig neu geschaffen, wobei alle Bushaltstellen nun mit barrierefreien Kasseler Sonderbordsteinen ausgestattet sind.
An der Kreuzung beim Stadtplatz regelt seitdem eine moderne kameragesteuerte Ampel mit Fußgänger- und Blindenanforderung den Verkehr. Neu installiert sind die öffentlichen Fahrradständer, die sich in regelmäßigen Abständen über den Straßenzug verteilen.

Die Begrünung wurde auf Basis historischer Fotos insgesamt mit einer größeren Anzahl, immerhin über 40 Bäume, und mit neuen städtetauglicheren Baumsorten den klimatischen Herausforderungen angepasst.

Ein deutliches Zeichen setzt die Neugestaltung zugunsten einer ruhigeren Innenstadt. Die Fuggerstraße, ehemals Tempo 50, ist heute ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit Tempo 30. Die abzweigende Frauenstraße ist ein verkehrsberuhigter Bereich, im Volksmund Spielstraße.

Nach der Neugestaltung präsentiert sich die zentrale Hauptachse der Stadt als einheitlicher und großzügig gestalteter städtischer Raum: lebenswert und attraktiv für Anlieger, Gastronomie und Ladengeschäfte sowie Besucher und Kunden. Die Investition in die Zukunft der Innenstadt hat sich sichtlich gelohnt.

 

Band-Zeremonie_2

Staatsministerin Goldenes Buch Eröffnung Fuggerstr 25-6-2021

von RDö   | 

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