Feuerwehr ist unverzichtbar 13.05.2019

Generalversammlung 2019 FF SMÜ

Schwabmünchen

13.05.2019

Feuerwehr ist unverzichtbar

 

Die Freiwillige Feuerwehr Schwabmünchen blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Nicht nur bei Unglücksfällen ist die Truppe mittlerweile unverzichtbar.

 

Die Feuerwehren sind in vielerlei Hinsicht nicht aus dem Leben einer Gemeinde wegzudenken. Sie leisten nicht nur wichtige Arbeit bei Unglücksfällen, sie sind auch im gesellschaftlichen Leben ein bedeutender Faktor. Nicht nur durch Feste, sondern auch, weil sie das Ehrenamt leben.

Die Zahlen, die die Schwabmünchner Feuerwehr präsentiert, sind mehr als nur beeindruckend: Alle Übungs- und Einsatzstunden, die Zeit für die Jugendarbeit und sonstige Zeiten zusammengefasst, haben die Feuerwehrler im Jahr 2018 exakt 19011 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet. Das sind, auf eine Person heruntergerechnet, mehr als 790 Tage, also etwas mehr als zwei Jahre. Oder anders dargestellt: Jedes der 153 aktiven Mitglieder hat sich im Schnitt knapp 125 Stunden ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagiert.

 

 

 

23 Mal löschte die Feuerwehr einen Brand

Kein Wunder, das Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller von „beeindruckenden Zahlen, auf die die Feuerwehr stolz sein kann“, sprach. Für Schwabmünchens Stadtoberhaupt sind dies „unbezahlbare Stunden“.

 

Gut 3300 dieser Stunden gehen auf die 339 Einsätze zurück, die die Feuerwehr im vergangenen Jahr geleistet hat. Der Löwenanteil der Einsätze fällt unter den breit gefächerten Oberbegriff „technische Hilfeleistungen“. Darunter fallen unter anderem Verkehrsunfälle, Nottüröffnungen, Unterstützung des Rettungsdienstes, Sturmschäden, Ölspuren oder Insektenbeseitigung. Dazu kommen 23 Brandeinsätze – ohne Fehlalarme.

Mehr als 5600 Stunden investierten die Feuerwehrler in Ausbildung und Arbeitsdienste. Um auf den Ernstfall immer gut vorbereitet zu sein, bereiteten sich die Aktiven in gut 120 Übungen darauf vor.

Ein Aufwand, der lohnt, wie auch Robert Künzel, stellvertretender Inspektionsleiter der Schwabmünchner Polizei feststellt. „Ich bin nun ein Jahr hier und habe schnell feststellt, dass mit der Feuerwehr eine tolle Zusammenarbeit auf höchst professionellem Niveau herrscht“, so Künzel.

 

 

Übung bei der Firma Ritter in Schwabmünchen war „sehr gut“

Als Höhepunkt des Übungsjahres hob der stellvertretende Kommandant Manfred Kraus die Besichtigungsübung der Kreisbrandinspektion bei der Firma Ritter hervor. Rund 100 Aktive, darunter eine große Zahl Jugendlicher, zeigten dabei ihr Leistungsvermögen und ernteten viel Lob von der Kreisbrandinspektion. „Da hat sich bei einigen Bereichen die Bewertung ,sehr gut‘ richtig aufgedrängt“, unterstreicht Kreisbrandinspektor Günter Litzel.

 

Ebenfalls im vierstelligen Bereich liegt die Stundenzahl, die für Wartung und Pflege der Einsatzmittel – vom Funkgerät bis zur Drehleiter – und Beratung und Planung investiert wurde. Gerade darunter fallen viele besondere Eigenleistungen, die andernorts von externen Dienstleistern gemacht werden. Das spart Geld, eröffnet aber auch „technische Chancen, die sonst nur schwierig zu bekommen wären“, wie Kommandant Stefan Missenhardt erklärt.

 

 

Da gehört auch mal das Aufbauen neuer Spinde dazu. Die waren nötig, weil die Mitgliederzahlen der Feuerwehr weiter steigen. Vor allem der Nachwuchs wächst weiter. Denn allein in die Jugendfeuerwehr sind im vergangenen Jahr 16 Jugendliche beigetreten – so viele wie nie zuvor. Somit hat sich die Zahl der Nachwuchskräfte beinahe verdoppelt. 37 Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr derzeit, darunter zehn Mädchen. Was der Nachwuchs kann, hat er bei einer Feier zum 25-jährigen Bestehen gezeigt. In einer aufwendigen Großübung präsentierte die Jungfeuerwehr ihren 100 Gästen ein eindrucksvolles Spektakel. Neben dem Übungsbetrieb beteiligt sich der Nachwuchs an vielen Aktionen der Feuerwehr, sei es am Rama-Dama, am Ferienprogramm oder am Flugtag für Menschen mit Behinderung.

 

 

 

Der Verein ist eine große Stütze

Eine große Stütze der aktiven Feuerwehr ist der Feuerwehrverein. Auch dieser wächst und gedeiht, so berichtet dessen Vorsitzender Thomas Müller von einem Mitgliederzuwachs, sodass der Verein nun 331 Mitglieder zählt. Dazu gehören die 153 Aktiven, viele passive Mitglieder und auch 87 Fördermitglieder. Der Verein ist das gesellschaftliche Rückgrat der Feuerwehr. Gerade im heurigen Festjahr ist bei der Durchführung der Aktionen der Verein ein wichtiger Faktor.

Auch innerhalb der Feuerwehr leistet der Verein mit vielfältigen Aktionen einen wichtigen Beitrag zur Kameradschaftspflege. Da stellt Thomas Müller vor allem einen Umstand heraus: „Es ist unglaublich toll, zu sehen, dass dabei der Altersmix unglaublich breit gestreut ist. Hier sitzen Alt und Jung zusammen.“

 

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