Information zur Anmeldung an die kommunale Abfallbeseitigung

Rechtliche Grundlagen
In der Abfallwirtschaftssatzung des Landkreises Augsburg ist das Einsammeln, Befördern, Behandeln und Lagern von Abfällen geregelt. Die Grundstückseigentümer im Kreisgebiet sind verpflichtet, ihre Grundstücke an die öffentliche Abfallentsorgung anzuschließen. Für jedes bebaute Grundstück wird lt. § 3 Abs. 2 der Gebührensatzung mindestens eine Grundgebühr erhoben, einschließlich Zweit- und Ferienwohnungen, sowie Wochenendhäusern. Für jede weitere Wohneinheit bzw. Arbeitsstätte ist eine zusätzliche Grundgebühr zu entrichten. Wohnungen können auch Einliegerwohnung, Appartement oder sonstige Kleinstwohnungen sein. Eine Abgeschlossenheitsbescheinigung im Sinne des Baurechts ist nicht erforderlich, es kommt lediglich auf die Möglichkeit einer selbständigen Haushaltsführung an. Ausnahme: Wohneinheiten und Arbeitsstätten, die länger als sechs Monate leer stehen, werden nicht herangezogen. Veränderungen müssen umgehend mitgeteilt werden.

Abholtermine
Sämtliche Restmülltonnen (80-l, 120-l und 240-l) werden im zweiwöchentlichen Turnus am Mittwoch abgeholt und zwar in den ungeraden Kalenderwochen.
Die grauen Restmüllcontainer mit 770-l und 1100-l Fassungsvermögen werden im wöchentichen oder zweiwöchentlichen Turnus ebenfalls am Mittwoch abgeholt.
Die Abholung der gelben Säcke (für den Verpackungsmüll) erfolgt im gesamten Stadtgebiet samt Wertachau und dem Stadtteil Mittelstetten im zweiwöchentlichen Turnus am Montag, ebenfalls in den ungeraden Kalenderwochen.
Die gelben Säcke in den Stadtteilen Birkach, Klimmach, Leuthau und Schwabegg werden im zweiwöchentlichen Turnus am Mittwoch in den  ungeraden  Wochen  abgeholt.
Die Abholung sämtlicher Biotonnen erfolgt im zweiwöchentlichen Turnus ebenfalls am Mittwoch jedoch in den geraden Kalenderwochen.

Abfallbehälter
Folgende Restmüllbehälter sind im Landkreis Augsburg zugelassen: Graue Rädertonnen mit 80 l, 120 l und 240 l Fassungsvermögen.
Die Abfuhr findet im 2-wöchentlichen Turnus in den ungeraden Kalenderwochen statt. Für die grauen Großbehälter mit 770 l und 1100 l Fassungsvermögen wird eine wöchentliche und zweiwöchentliche Abfuhr angeboten.
Die Behälter werden vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg (awb)  kostenlos zur Verfügung gestellt und sind Eigentum des awb und bleiben in dessen Eigentum. Sie dürfen nicht auf ein anderes Grundstück mitgenommen werden.
Anforderung über die Stadtverwaltung, Zimmer 402, 4. Stock, Tel. 08232/9633-49.

Papier- und Biotonne
Beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg (awb) kann eine kostenlose blaue Altpapiertonne (240 l) und eine kostenlose braune BioEnergieTonne  (120 l  bzw.  240 l) unter  Tel. 0821/3102-3211  oder E-Mail: abfallwirtschaft@lra-a.bayern.de, beantragt werden. Die Leerung der Biotonnen findet im 2-wöchentlichen Turnus in den geraden Kalenderwochen statt. Die Leerung der Papiertonnen erfolgt einmal monatlich, die der grünen Altpapiercontainer (nur bei Wohnanlagen und öffentlichen Einrichtungen) zweiwöchentlich.


Sperrmüllabholung am Grundstück

gebührenfrei, zu beantragen im Rathaus, Zimmer 312, 3.Stock, Tel. 08232/9633-36.

Abfallkalender und AbfallApp
Der Kalender enthält die Abfuhrtage für Rest-, Biomüll und Altpapier sowie den Verpackungsabfall in den Gelben Säcken bzw. Gelben Containern. Es sind auch die Feiertagsverschiebungen und die Problemmüllsammlungen berücksichtigt. Der Abfallkalender ist unter www.awb-landkreis-augsburg.de, Entsorgung, Abfuhrtermine, Abfallkalender online, abrufbar bzw. im Rathaus, 3. Stock, Zi. 312, Tel.: 08232/9633-36, erhältlich. Mit der kostenlosen AbfallApp des awb haben Sie die Müllabfuhr immer im Blick. Die AbfallApp erinnert zuverlässig an alle Abfuhrtermine im Landkreis Augsburg.

Abfallgebühr
Die Müllgebühr setzt sich aus einer Grundgebühr und einer Behältergebühr zusammen. Die Grundgebühr ist bei jeder Tonne gleich, die Behältergebühr richtet sich nach der Behältergröße.
Graue RESTMÜLLTONNE
Behältergebühr

Tonnengröße (Liter) 

Abfuhr rhythmus

monatliche Gebühr (€)  

vierteljährliche Gebühr (€) 

jährliche Gebühr (€) 

 80 l 2-wöchentlich   3,84 11,52  46,08
 120 l  2-wöchentlich   5,76  17,28 69,12
 240 l  2-wöchentlich    11,52 34,56 138,24
 770 l wöchentlich   84,10  252,30  1.009,20
    2-wöchentlich  42,05 126,15  504,60
 1100 l   120,20  360,60 1.442,40
   2-wöchentlich 60,10 180,30  721,20
Grundgebühr
(pro Wohneinheit bzw. Arbeitsstätte zusätzlich zur Behältergebühr)
  4,65 13,95 55,80

 

Die Abfallgebühr wird vierteljährlich in der Mitte des Quartals fällig und zwar am 15. Februar,
15. Mai, 15. August und 15. November.

 

Besonderheiten
Nachbarschaftstonne:
Zwei unmittelbar benachbarte Grundstücke können gemeinsam eine Tonne benützen. Es fallen dann zwei Grundgebühren und nur eine Behältergebühr an.
Restmüllsäcke:
Sollte das Tonnenvolumen einmal nicht  ausreichen, können amtlich zugelassene Müllsäcke am Leerungstag zur Tonne dazugestellt werden. Die 70-Liter-Säcke kosten 7 € und können bei der Firma Gröber, Luitpoldstraße 3, oder bei  Schreibwaren Wenger, Schrannenplatz 7, erworben werden.

An-, Um- und Abmeldung von Abfallbehältern
Die An-, Um- und Abmeldung muss über den Grundstückseigentümer bzw. mit dessen schriftlicher Vollmacht erfolgen (immer zum nächsten Monatsersten). Das beauftragte Entsorgungsunternehmen liefert den angemeldeten Abfallbehälter incl. des entsprechenden Transponder-Chips aus bzw. holt den abgemeldeten Behälter wieder ab.
Nur eine An-, Um- oder Abmeldung pro Gefäßart ist gebührenfrei. Für jede weitere Änderung wird eine Pauschalgebühr von 20,00 € festgesetzt.

Bereitstellung der Behälter zur Leerung

  • An jedem zur Leerung bereitgestellten Müllgefäß muss sich ein gültiger Transponder-Chip, auf welchem eine 16-stellige Nummer gespeichert ist, befinden. Nur in Verbindung mit den beim Abfallwirtschaftsbetrieb hinterlegten Daten kann ein Bezug zwischen Transpondernummer und Grundstück hergestellt werden. Persönliche Daten, wie Namen oder Adressen hingegen können darauf nicht gespeichert werden. Der Müllwerker schiebt die Tonne zum Müllfahrzeug. Beim Einhängen in die Schüttvorrichtung nimmt das Fahrzeug Kontakt mit der Tonne auf und überprüft den Chip. Ist die Tonne für die Leerung zugelassen, dann wird sie geleert. Die Leerung wird im Bordcomputer gespeichert und online an den Abfallwirtschaftsbetrieb geschickt. Dort werden die Leerungsdaten gespeichert. Es werden nur die Leerungsdaten,  Chip-Nummer und die Leerung dokumentiert (Tag und Uhrzeit). Weitere Daten werden vor Ort nicht erfasst.
  • Die Behälter dürfen nicht überfüllt bereitgestellt werden. Der Deckel muss geschlossen sein. Die Abfälle dürfen nicht eingestampft werden.
  • Es dürfen sich keine Wertstoffe z.B. Altglas, Dosen, Kartonagen, Kunststoffverpackungen oder Biomüll in der Tonne befinden.
  • Im Winter muss darauf geachtet werden, dass der Inhalt der Restmüll- und Biotonnen nicht einfriert. Restmüll sollte im Müllbeutel verpackt sein und feuchter Bioabfall in Küchen- bzw. Zeitungspapier eingewickelt werden. Die Tonnen sollten nach Möglich- keit in der Garage oder an einem frostgeschützten Ort aufgestellt werden.
  • Die Behälter sind am Abholtag bis spätestens 6.30 Uhr bereitzustellen. Zur  Abfuhr werden Hecklader-Fahrzeuge mit einem Müllwerker eingesetzt, der die zu leerenden Müllgefäße zum Fahrzeug rollt. Die Müllgefäße müssen daher nicht zwingend auf dem Gehsteig zur Leerung bereitstehen. Es genügt, wenn sie der Müllwerker vom Gehsteig aus erreichen kann. Er stellt sie nach der Leerung wieder dorthin zurück.
  • Sollte die Tonne aus Platzgründen dennoch auf dem Gehsteig stehen, müssen zwingend 90 cm Durchgangsbreite für Rollstuhlfahrer, Fußgänger mit Rollator oder Kinderwagen vorhanden sein. Fehlt hierzu die erforderliche Breite, kann die Tonne ausnahmsweise auch im Rinnstein stehen, weil sie aufgrund ihrer rot-weißen Warnbaken als stehendes Hindernis gut erkennbar ist. Achten Sie darauf, dass sich zwischen Behälter und Straße keine Hindernisse wie Bäume, Autos oder Pfosten befinden. Die Stellfläche muss eben sein. Nach der Leerung die Tonnen unverzüglich auf das Grundstück zurückbringen.
  • Können Grundstücke vom Abfuhrfahrzeug nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten angefahren werden, müssen die Behälter zur nächsten, vom Abfuhrfahrzeug erreichbaren Stelle, gebracht werden (s. Urteil v.11.03.2005 BayVGH).
  • Werden Abfallbehälter verschiedener Eigentümer an einem Sammelplatz bereitgestellt, müssen die Gefäße deutlich sichtbar auf ihre Grundstückszugehörigkeit gekennzeichnet sein.
  • Gefäße, die diese Vorgaben nicht erfüllen, werden nicht geleert und mit einem roten Hinweiszettel versehen.

 

Schadens- bzw. Verlustmeldung eines Abfallbehälters
Die Restmüllbehälter sind Eigentum des Entsorgungsunternehmens und müssen pfleglich behandelt und betriebsbereit gehalten werden.

  • Geht ein Müllgefäß kaputt, ist der Schaden dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (awb) zu melden, Tel 0821/3102-3211; E-Mail: abfallwirtschaft@lra-a.bayern.de;    Kommt ein Müllgefäß abhanden, muss der Grundstückseigentümer den Diebstahl bei der zuständigen Polizeiinspektion anzeigen und unter Hinweis auf den angezeigten Diebstahl (Aktenzeichen) beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises unter Tel. 0821/3102-3211 eine Ersatztonne beantragen.


Fragen und Antworten
Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg (awb) in Schwabmünchen, Feyerabendstr. 2,  Tel. 0821/3102-3211
E-Mail: abfallwirtschaft@lra-a.bayern.de; Homepage: www.awb-landkreis-augsburg.de

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