Mit Rettungsleiter und Tutu 03.03.2019

Fasching FF SMÜ 2019

Mit dieser Rollakrobatik erreichte die „brandheiße“ Chorographie der Schwabmünchner Feuerwehr ihren ersten Höhepunkt. Elfengleich, in grazilem Sprung, verabschiedeten sich die Männer der Feuerwehr später von den tobenden Damen.

 

Schwabmünchen

03.03.2019

Mit Rettungsleiter und Tutu

 

Der Weiberfasching des TSV wird erneut seinem Ruf als Faschingshöhepunkt gerecht. Wie ein Feuerwehreinsatz in Schwabmünchens Stadthalle bei den Frauen für Begeisterung sorgt.

Das ohrenbetäubende Geschrei erinnerte an legendäre Auftritte der Beatles in den frühen Sechzigern. Und in etwa an diese Fan-Begeisterung erinnerte das Geschehen beim Weiberfasching des TSV in Schwabmünchen. Zehn Feuerwehrmänner in Einsatzkleidung stürmten auf die Tanzfläche und brachten mit ihrer Tanznummer „Brandheiß“ – choreografiert und trainiert von Franziska Küstler – den Saal zu kochen. Neben Akrobatik sorgte die immer spärlicher werdende Bekleidung für Entzücken. Als die Männer in ihren, einem Tutu ähnelnden, Tanzröcken bei freiem Oberkörper die Halle verließen, stand für viele Besucherinnen fest: Diese als „Überraschung“ angekündigte Aufführung war der Höhepunkt des Abends.

 

 

Dominosteine und Glühlampen feiern mit

„Die 350 Karten waren schnell vergriffen“, sagte Organisatorin Angelika Kraus, während ihr Blick über die sich füllende Halle schweifte. Schnell herrschte an Speisenausgabe Hochbetrieb, die Küchencrew war im Dauereinsatz, die Männer an der Theke hatten alle Hände voll zu tun, die Schlange abzuarbeiten. Auffällig präsentierten in diesem Jahr erneut Gruppen, die geschlossen in gemeinsamen Kostümen die Halle bevölkerten. Dominosteine, After Eights, Froschköniginnen, Teufelchen, Lausmädle, Balletttänzerinnen, Schmetterlinge, Glühlampen, Trolle, Smilies, Putz-Feen und Haremsdamen waren genauso vertreten wie m&m’s, schwarze Schwäne und Kinderbetten.

Es vergingen genau zwölf Takte vom Duo Grenzenlos, bis die ersten drei Tanzpaare das Parkett der Stadthalle betraten. Nach flottem Fox kochte die Stimmung auf, das „hooo“ beim Gassenhauer „Let’s have a Party“, durchdrang die gesamte Halle. Musiker Stefan Richter fragte die Besucherinnen: „Wo sind die Mädels“, er bekam eine schwache Antwort aus dem Saal. Seine Frage „Wo sind die Weiber?“, beantworteten die Damen mit einem donnernden, lang gezogenen „hieeer“. Das Schwabmünchner Duo spielte sich unter Applaus von einem Hit zum nächsten, bei „Atemlos“ geriet zum ersten Mal die Tanzfläche an die räumlichen Grenzen, die Bassfrequenzen rüttelten am Stahlbeton der Halle. Zu späterer Stunde mutierte auch das Foyer mit Bar zum Tanzboden. Den einzigen Musikwunsch des Abends gab es für Andrea Fankhaenl, die ihren Geburtstag mit einer Feierabordnung aus Graben in der Stadthalle beging. Während das Feiervolk beim „Summer of 69“ aufdrehte, saßen in den hinteren Bereichen der Halle kleine Gruppen und ratschten. Bei den Gruppentänzen wie dem „Bobfahrer-Lies“ oder „Macarena“ blieben die Sitzplätze bis auf wenige Ausnahmen leer.

 

 

Hier ist man unter sich

Die Temperaturen in der Halle stiegen an, gerne wurden die von Angelika Kraus geplanten Showblöcke als Erholungspause genutzt. Die Menkinger Jugendgarde (trainiert von Lisa Schaur und Alena Daxbacher), die Gruppe Link2Dance mit Ihrem Programm „Let’s get ready to rumble“ (trainiert von Katharina Köchl und Karina Zickhardt), die Gruppe Danscetastic mit ihrem „Rätsel der Maya“ (trainiert von Anna und Lena Renner) , die Menkinger Garde (trainiert von Debora Madonna und Katja Friebe) sowie die Gruppe Shapin’Up mit ihrem Programm „New York, New York“ (trainiert von Steffi Hutzler) begeisterten allesamt und wurden nur mit Zugaben vom Parkett verabschiedet. „Hier sind wir unter uns, da wird nicht blöd geschaut“, kommentierte eine Kleinaitingerin die Veranstaltung, die seit Jahren zu den Höhepunkten des Menkinger Faschings gehört. Aus den Reihen der Turnerinnen war Dank für das Engagement von Angelika Kraus zu vernehmen. „Wenn unsere Geli sich nicht so reinhängen würde, wären alle Veranstaltungen der Turnabteilung nicht so gut organisiert und besucht“, sagte eine begeisterte Aktive abschließend. (bol)

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