Übung: Feuerwehr löscht Großbrand auf dem Pfänder-Hof 21.10.2018

Übung: Pfänder-Hof 21.10.2018

Zeitweise wurden bei der Großübung der Schwabmünchner Feuerwehren mehr als 1600 Liter Wasser pro Minute abgegeben

 

Schwabmünchen

21.10.2018

Übung: Feuerwehr löscht Großbrand auf dem Pfänder-Hof

 

An der Krumbacher Straße sind 56 Kräfte der Schwabmünchner Feuerwehren im Einsatz. Was die Übung auf dem Anwesen Pfänder so realistisch macht.

Brand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen Pfänder an der Krumbacher Straße – dieses Szenario war Grundlage für die kürzlich abgehaltene Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Birkach, Klimmach, Mittelstetten, Schwabegg und Schwabmünchen. Zunächst rückte die Feuerwehr Schwabmünchen mit einem Löschzug sowie die Feuerwehr Mittelstetten aus. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte große Teile der weitläufigen Betriebshalle verraucht vor. Zudem wurden zwei Personen noch im Gebäude vermisst.

Umgehend wurden die Feuerwehren aller anderen Ortsteile und weitere Fahrzeuge aus Schwabmünchen zur Verstärkung nachgefordert. Da von einem sich bereits ausbreitenden Großbrand ausgegangen wurde, konzentrierten sich die Erstmaßnahmen zunächst auf die Menschenrettung, während ein Übergreifen des Brandes auf angebaute und benachbarte Gebäude mit ersten Löschrohren verhindert wurde.

 

 

Löschwasser kommt aus der Wertach

Aufgrund der Lage des Aussiedlerhofes fernab des Hydrantennetzes musste das Löschwasser aus der etwa 300 Meter entfernten Wertach entnommen werden. Hierzu setzten die Feuerwehren Klimmach und Mittelstetten ihre Pumpen ein und förderten das Wasser über Versorgungsleitungen an die Brandstelle.

 

Nachdem die Wasserversorgung sichergestellt war, konnten an der Halle ein großer Wasserwerfer vom Korb der Schwabmünchner Drehleiter sowie weitere Löschrohre eingesetzt werden, um den Brand direkt zu bekämpfen. Im Inneren der realistisch vernebelten Halle suchten indes mehrere Trupps der Feuerwehren Schwabmünchen und Schwabegg unter schwerem Atemschutz weiter nach den vermissten Personen. Während eine davon neben einem Gabelstapler liegend im Erdgeschoß vorgefunden werden konnte, forderte die Zweite die Suchtrupps stärker.

 

1600 Liter Wasser fließen pro Minute durch das Löschrohr

Diese „Person“ lag bei nahezu null Sicht durch den dichten Nebel und weit im Gebäudeinneren auf einem eingezogenen Obergeschoss mit Bürotrakt. Nur unter größten körperlichen Anstrengungen und gemeinsam konnte auch diese Übungspuppe ins Freie gerettet werden. Nach der erfolgreichen Personenrettung konzentrierten sich die Feuerwehrkräfte durch den Einsatz weiterer Löschrohre massiv auf die Brandbekämpfung. Zeitweise wurden dabei mehr als 1600 Liter Wasser pro Minute abgegeben.

Parallel wurden durch die Atemschutztrupps von Innen mehrere Hallentore geöffnet. Nachdem auch die Oberlichter der Halle aufgefahren wurden, konnte mit einem Großbelüftungsgerät der Übungsnebel aus der Halle geblasen werden. Als sich kurze Zeit später die Sicht im Gebäude wieder aufklarte, wurde die Brandbekämpfung offiziell für erfolgreich erklärt. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass seit dem Ausrücken nur knapp 45 Minuten vergangen waren.

 

Gutes Zusammenwirken der Löscheinheiten

Alle 56 Feuerwehrmänner und -frauen sammelten sich anschließend mit ihren zehn Einsatzfahrzeugen zur Nachbesprechung. Übungsleiter und Kommandant der Schwabmünchner Feuerwehr Stefan Missenhardt lobte die Mannschaften für die gezeigte Löschtaktik und die reibungslose Kommunikation und Zusammenarbeit. Nur durch das gute Zusammenwirken der Löscheinheiten sei der Einsatzerfolg in einer so kurzen Zeit zu erreichen gewesen. Die Gemeinschaftsübung sein ein großer Erfolg und werde nach Möglichkeit zukünftig jedes Jahr durchgeführt. (SZ)

drucken nach oben