Wunderdinge - Keramiken von Ingrid Herkert

02.08. bis 20.09.2020

Wunderdinge

 

 

 

Die erste Ausstellungseröffnung seit der Corona-bedingten Museumsschließung verlief völlig problemlos. Danke dafür an die disziplinierten und verständnisvollen Gäste, die alle Auflagen befolgten, danke an das tolle Thekenteam des Museums, das bei der Vorbereitung und Durchführung der Eröffnung mit so viel Engagement dabei war.
Danke an die jungen Musiker vom Percussion Ensamble Merci unter der Leitung von Lukas Balzat, an das Creative Catering Rieger, Großaitingen.


Aufgrund der Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie fand die Eröffnungsfeier im Freien statt. Sitzplätze standen nummeriert und in 1,5m Abstand für die angemeldeten Gäste auf dem Museumsvorplatz bereit. Eine Eröffnung im Sitzen gab es fast noch nie in unserem Museum. Für unsere Gäste eine neue, durchaus positive Erfahrung.

Und auch auf das gewohnte Buffet und das außergewöhnliche Getränkeangebot mussten unsere Gäste nicht verzichten. Wir präsentierten das Buffet und die Getränke in Glasvitrinen. Dort suchte man sich aus, was man genießen wollte und bekam es auf einen Einmal-Teler aus Palmblattfaser auf einem Sockel zum Wegnehmen serviert. Hygienischer geht es wohl kaum. Und wir geben zu, auf unser Hygiene-Konzept stolz zu sein. Niemand soll aus Angst vor Ansteckung das Museum meiden müssen.

 

Zur Ausstellung:
 

„Wunderdinge“ - unschwer ist in unserem Titel der Bezug zur „Wunderkammer“ der Renaissance zu erkennen. Geboren wurde sie aus Entdeckungsdrang und Neugier auf die Welt. In einer Zeit, in der die Worte „Kunst“ und „Wunder“ oft als Synonyme standen, fügte die Wunderkammer Staunenswertes aus fernen Ländern, aus Kunst, Alltag und Natur zusammen zu einem „Modell der Weltaneignung“.

 

Ingrid Herkerts Keramiken zu erleben, ähnelt einem Gang durch solch eine Wunderkammer. Mit Forscherdrang und viel Leidenschaft erkundet sie die Möglichkeiten ihres Materials, spielt mit verschiedenartigen Glasuren und gestaltet Oberflächen, die verletzend rau oder seidig weich erscheinen, perlmuttglatt oder metallisch schimmernd.
Die Form- und Farbvielfalt ihrer Arbeiten spiegelt Ingrid Herkerts Liebe zum afrikanischen Kontinent, zu seinen Tieren und seinen Menschen. Auch die Beschäftigung mit der antiken Mythologie floss in ihre Arbeit ein. Und nicht zuletzt ist Ingrid Herkerts Fantasie eine starke Ideengeberin, lässt florale Formen unter ihren Händen erblühen und schillernde Fabelwesen ins Leben treten, die einem „wunder-baren“ Kosmos entsprungen scheinen.
Auch der Mensch fehlt nicht in der Welt der „Wunderdinge“. Sensibel modellierte Gesichter, aufgefaltet, verdoppelt, geteilt, wie menschgewordene Masken. Zart aufeinander bezogen, monolithisch vereinzelt, oder auch mondän in Szene gesetzt.
Ingrid Herkert ist eine ständig Forschende. Sie wiederholt sich nicht. Mit fast jedem Werk bricht sie auf zu neuen Ufern. Das Ergebnis ist erfrischende, originelle Kunst, die selbst neugierig macht.

 

„Wunderdinge“ – eine Ausstellung, gerade richtig, um die Sorgen dieser Zeit kurz zu vergessen und eine Pause einzulegen zum Staunen, zum Träumen und auch zum Lächeln.

 

Ingrid Herkert

Jahrgang 1957
1988-2004 diverse Aquarellzeichnungen, auch auf Seide
2006-2008 Meisterkurse in Keramikkunst
2008,2009 Teilnahme an der Kunstakademie in Bad Reichenhall
2010,2011 Teilnahme an der Kunstakademie Irsee
2018 Teilnahme an der Kunstakademie in Kolbermoor

Ausstellungen:

2008 Kunstförderpreis-Ausstellung im Rathaus in Kissing
2009 Teilnahme an der Friedberger Kunstausstellung
2009 Kunstausstellung im Kissinger Rathaus
2011 Einzelausstellung in den Räumlichkeiten der Forum Media Group in Merching
2013 Einzelausstellung im Dorfmuseum in Roßhaupten
2018 Teilnahme an der Friedberger Kunstausstellung

 

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