Rathaus heute geöffnet von:
08:00 - 12:00 Uhr
und 14:00 - 16:00 Uhr
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
Suche
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
Startseite » Luitpoldpark

Luitpoldpark Schwabmünchen

Der Grundstock für den Luitpoldpark oder Luitpoldhain, wie er bis in die siebziger Jahre hinein hieß, wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert vom ortsansässigen Verschönerungsverein gelegt. Ein Gebiet im Nordwesten Schwabmün­chens wurde ausgewählt, jedoch dauerte es bis 1907/08, bis tatsächlich mit dem Bau der Anlage begonnen wurde. Seinen Namen erhielt der Park vom damaligen Prinzregenten Luitpold, der sich großer Beliebtheit erfreute. Schon wenige Jahre nach der Eröffnung des Luitpoldparks begann man dort das sogenannte Luitpoldhainfest zu feiern, das noch heute als Heimatfest stattfindet.

Seit den zwanziger Jahren und bis zum heutigen Tag wurde die Anlage immer wieder vergrößert. Neue Wege, Sitzgelegenheiten und Spielplätze wurden geschaffen, eine Mariengrotte angelegt und neue Bäume gepflanzt. Seinen besonderen Reiz erhält der Park sicher auch durch die vielen Wasserläufe, die ihn durchkreuzen, sowie durch den künstlich angelegten Entenweiher und das Kneippbecken.

Am Festplatz lädt ein Biergarten Jung und Alt zum Verweilen bei bayerischer Bewirtung ein, während sich die Kleinen am nahen Spielplatz austoben können. Geöffnet hat der Biergarten von Montag bis Samstag von 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Des Weiteren stehen auch barrierefreie Toiletten zur Verfügung.

Der Park liegt am westlichen Stadtrand, südlich der Krumbacher Straße. Er hat eine Fläche von ca. 13 ha und etwa 4 km Spazierwege. Im Winter wird der Rodelberg von vielen Kindern begeistert genutzt.

Heute nutzen die Schwabmünchner den Luitpoldpark, um auf den verträumten Wegen zu spazieren, Boule zu spielen oder sich einfach zu entspannen. Für Orte von der Größe Schwabmünchens ist eine derartige Parkanlage durchaus nicht alltäglich und deshalb auf jeden Fall sehens- und erlebenswert.

Einige Impressionen vom Park finden Sie hier.

Zunehmend soll der Luitpoldpark noch mehr zu einem „Park für alle“ werden. Durch zusätzliche Aktionsbereiche und Rückzugsmöglichkeiten für Groß und Klein, für Alt und Jung will die Stadt die Lebensqualität in Schwabmünchen weiter verbessern. Im Jahr 2013 wurden als erste Maßnahmen ein Niedrigseil-Klettergarten und ein Disc-Golf-Parcours geschaffen.

Jüngste Ergänzungen sind das Wassertretbecken mit Fußfühlpfad, die Renaturierung der Bachufer und die Ergänzung des Spielplatzes durch Wasserspielelemente sowie das Aufstellen verschiedener Sitzgelegenheiten für Alt und Jung (Projekt „Lebendiges Wasser“).

Impressionen vom Park

Mehr zur Geschichte

Der Luitpoldpark ist eine ca. 13ha große Parkanlage, die im 19. Jh. durch bürgerliches Engagement geschaffen wurde. Er stellt aufgrund seiner Lage einen wichtigen Baustein dar, was seine Bedeutung als Alleinstellungsmerkmal im Bereich Naherholung für das Umland betrifft.

Im Jahr 1875 wurde der Verschönerungsverein Schwabmünchen e.V. gegründet mit dem Ziel in den „Unteren Krautgärten“ sowie auf teils ungenutztem Ödland am westlichen Ortsrand einen Park für die Allgemeinheit anzulegen.

Im Jahre 1891 erhielt die Anlage zunächst den Namen Luitpoldhain zu Ehren des damaligen Prinzregenten Luitpold aus dem Hause Wittelsbach. Bis zum tatsächlichen Bau der Anlage dauerte es bis 1907/08. Schon wenige Jahre nach der Eröffnung des Luitpoldparks begann man dort das sogenannte Luitpoldhainfest zu feiern, das noch heute als Heimatfest stattfindet.

Der erste Kinderspielplatz in Schwabmünchen entstand 1951 in diesem Luitpoldhain. In den Jahren 1965/1966 wurde der Hain durch Anlauf von Grundstücken durch die Stadt Schwabmünchen nach Westen erweitert und im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestaltet. Es entstanden neue Wasserläufe und Weiher sowie Wege und ein Hügel, der heute noch zum beliebten Aussichtspunkt und Rodelberg zählt.

Erst 1970 wurde der Luitpoldhain offiziell in „Luitpoldpark“ umbenannt. Zwei Drittel des großen Geländes gehören der Stadt Schwabmünchen und ein Drittel dem Verschönerungsverein e.V. Außerdem gibt es noch einige private Flächen aus den ehemaligen Krautgärten.

Durch stetige Belebung des Parkgeländes mit Attraktionen wie Kneippanlage, Niedrigseilklettergarten, einem Boule-Platz und Minigolf sowie einem großen Biergarten mit Winterbetrieb zählt der Luitpoldpark zu einem viel besuchten Naherholungsgebiet und zu einem touristischen Ausflugsziel für BesucherInnen aus dem Umland.

Blühender Garten

Eine Idee wird Realität: Im Naherholungsgebiet Luitpoldpark entstand bis zum Frühsommer 2021 „Der Blühende Garten“ mit neu gestaltete Erlebnisbereichen und mit Modellcharakter.

Der „Blühende Garten im Luitpoldpark ist ein Leuchtturmprojekt mit Modellcharakter für die heimische Gartenkultur. Auf rund 300qm wird die Gestaltung und Bepflanzung einzelner Bereiche bestimmten Themen zugeordnet, so dass eine Art Wandelgarten auf verschlungenen Wegen enstand. Anhand konkreter Beispiele und Modellen wird deutlich, wie heimische Gärten im Zeichen von Klimawandel und demographischen Wandel gestaltet sein können.

Zwei Schwerpunkte sind besonders berücksichtigt: Die Anpassung von Gartenbepflanzungen an die zunehmend heißen und trockenen Sommer und die Förderung von Biodiversität. Außerdem wird deutlich, wie Gartenarbeit bis ins hohe Alter erleichtert werden kann.

Zentrales Anliegen und Ziel ist es darüber hinaus durch Aktivitäten den Blühenden Garten als Bürgertreff und Lernort zu installieren. So können hier dann beispielsweise Kräuterkurse, Sensen-Lehrgänge oder andere Aktivitäten stattfinden.

Die Schöffel-Stiftung unterstützt in Nachfolge des ursprünglichen Initiators und Ideengeber, Hubert Schöffel, mit einem großen finanziellen Anteil das Projekt aufgrund der Verbundenheit zur Stadt Schwabmünchen und zur Region.

Der „Blühende Garten“ im Luitpoldpark Schwabmünchen wird zu gleichen Teilen auch durch das Förderprogramm LEADER unterstützt und als Teilprojekt im Rahmen des LEADER-Kooperationsprojekts „Gärten der Zeitgeschichte“, konzeptionell mit dem Staudenschloss Mickhausen und dem Schlosspark mit Themenweg in Aichach im Wittelsbacher Land verbunden.

Link

Die größeren unbepflanzten Flächen im Blühenden Garten wurden mit blumen- und kräuterreichem Wiesensaatgut angesät, allerdings entstehen blühende Wiesen nicht „auf Knopfdruck“. 

Für die Entwicklung einer wirklich artenreichen bunten Wiese braucht es in der Regel Geduld, Zeit und Pflege: Die Flächen werden 1- bis 3-mal jährlich gemäht, das Mähgut muss abtransportiert werden und die Flächen dürfen keineswegs gedüngt werden. Durch den Abtransport des Mähgutes und den Verzicht auf Düngung wird der Boden im Laufe der Zeit immer ärmer an Pflanzennährstoffen und das ist der Schlüssel zum Erfolg!

Gräser gedeihen am besten, wenn viele Nährstoffe im Boden vorhanden sind, sie können Kräuter und Blumen verdrängen. Nimmt der Nährstoffgehalt im Boden ab, entstehen zunehmend günstigere Bedingungen für Kräuter und Blumen und diese können sich immer mehr ausbreiten. 

Im Handel erhältliches Wiesensaatgut enthält oft eine breite Vielfalt an Blumensamen. Im ersten Jahr nach der Ansaat entwickeln sich einjährige Arten, die später wieder verschwinden und im Laufe der Jahre setzen sich dann diejenigen Arten durch, die am besten für den jeweiligen Standort geeignet sind. 

Einige Blumen in einer blühenden Wiese sind z. B. Margerite (Leucanthemum vulgare), Wiesensalbei (Salvia pratensis) oder Flockenblume (Centaurea jacea). 

 

Flockenblume                     Margerite

   

Nelken und Schafgarbe            Salbei                  Blumenwiese im Ansaatjahr

Blumenwiesen können auf Flächen angelegt werden, auf denen nicht dauerhaft gelaufen oder gespielt wird und sind somit wohl eher eine Möglichkeit für größere Gärten. Dort, wo sie angelegt werden können, bieten sie überzeugende Vorteile: Wiesen werden viel seltener gemäht als Rasenflächen und sie bieten zahlreichen Tieren wie Bienen, Hummeln, Käfern oder Schmetterlingen Lebensraum.

Auch wenn Wiesen viel seltener gemäht werden als Rasenflächen, verzichten darf man auf die Mahd auf keinen Fall. Oft siedeln sich schon nach ganz kurzer Zeit Sämlinge von Bäumen und Sträuchern an und die Wiese verwandelt sich schnell in ein Gebüsch!

Rosen sind eine Pflanzengruppe mit selten großer Vielfalt: Die Bandbreite reicht von sehr robusten und widerstandsfähigen Wildrosen bis zu empfindlichen gefüllten und öfter blühenden Schönheiten.

Im Blühenden Garten Arten und Sorten verwendet, die wenig anfällig für Schädlingsbefall sind, trockene Perioden vertragen und die Bandbreite des Rosensortiments beispielhaft widerspiegeln.

Hundsrose

In der Hecke im Randbereich des Gartens findet sich die Hundsrose (bot. Rosa canina), ein großer heimischer Strauch, der z.B.  in Hecken und Waldrändern gedeiht. Sie hat wunderbare ungefüllte hellrosa Rosenblüten, allerdings nur für kurze Zeit. Im Herbst reifen dann die Habebutten heran. Wir können die Vitamin-C-reichen Früchte selber ernten und z. B. zu Marmelade verarbeiten. Oder wir überlassen sie den Vögeln als Winterfutter. 

Als eine der ältesten Kulturpflanzen haben sich zahlreiche Gärtner darum bemüht, immer wieder neue Züchtungen zu selektieren. Den Wildrosen noch ziemlich nahe stehen die Strauchrosen, im Blühenden Garten zu finden im süd-westlichen Eingangsbereich und in der zentralen Rosenhecke.

Die weißblühende Rose „Nevada“, die rosa blühende „Marguerite Hilling“ oder die gelb blühende Rose „Frühlingsgold“ haben alle ihre Hauptblüte im Frühling und eine schwache Nachblüte im Herbst. Genau wie die Wildrosen bilden sie im Herbst Hagebutten aus und wachsen zu größeren Sträuchern heran. Im Hausgarten können diese starkwüchsigen Strauchrosen z. B. im Einzelstand an der Terrasse, im sonnigen Vorgarten oder an einer warmen Gebäudeecke verwendet werden.

Als dritte weitgehend robuste und pflegeleichte Rosengruppe wurden Bodendeckerrosen verwendet. Wie der Name schon erahnen lässt, bleiben diese Rosen niedriger als Strauchrosen und werden am liebsten in Gruppen verwendet. Im Blühenden Garten ergänzen sie mit unterschiedlichen Farben und Blütenformen die Strauchrosen in der Rosenhecke und sind zudem das wichtigste Gestaltungselement bei den Rosenbeeten im Zentrum des Gartens.

In den Rosenbeeten wurden die Sorten Diamant (weiß), Fortuna (lachsrosa) und Heidetraum (karminrosa) verwendet, kombiniert mit Stauden und Gräsern, die nicht nur die Blütezeit in Beeten verlängern, sondern auch die Rosenblüte farblich ergänzen. 

Rose Fortuna

Rose Heidetraum

Rose Lamputzergras

Rose Prachtstorchschnabel

Weißer Salbei

Salbei in Sorten, Katzenminze, Prachtstorchschnabel und Bergaster bringen die Farbe Blau ins Beet, die hohe Fetthenne blüht noch im späten Herbst und wird umspielt von Lampenputzergras. 

Im Hausgarten können diese unempfindlichen Rosensorten sehr gut in sonnigen Beeten z. B. an der Terrasse verwendet werden, am besten auch hier gepflanzt in Gruppen von 3 bis 5 Stück und umrahmt von passenden Stauden und Gräsern.

Potentilla fruticosa, oder deutsch „Fingerstrauch“, ist ein Kleinstrauch mit großer Sortenvielfalt. Die Besonderheit dieser kleinen Sträucher: Sie sind anspruchslos, blühen außergewöhnlich lange mit offenen Schalenblüten und finden im Garten in verschiedensten Pflanzenbildern ihren Platz. 

Sommerflieder, Fingerstrauch, im Hintergrund Salbei

Die vorherrschende Blütenfarbe ist gelb, es gibt jedoch einige empfehlenswerte weiße Sorten und vereinzelt auch rosa und rote blühende Sträucher. Im Blühenden Garten wurden die gelb blühenden Sorten Goldkissen und Kobold sowie die weiß blühende Manchu verwendet.

Ergänzung finden die Fingersträucher durch blau blühenden Zwerg-Sommerflieder. (Buddleja davidii „Buzz Sky Blue“). Ähnlich wie die hohen Buddleja-Sorten ist der Zwerg-Sommerflieder im Hochsommer mit Blüten überhäuft, die magische Anziehungskraft auf Schmetterlinge ausüben.

  

Zwerg Sommerflieder

Begleitet werden die Sträucher von weißbunter und gelbbunter Kriechspindel, immergrüne, flachwüchsige Bodendecker, die durch das zweifarbige Laub das ganze Jahr über Farbtupfer in den Garten bringen (weißbunt: Euonymus fortunei „Emerald‘n Gaiety“, gelbbunt: Euonymus fortunei Emerald’n Gold).

 

Gelbbunte Kriechspindel             Salbei 

Zur Verlängerung der Blütezeit wurden auch einige pflegearme Stauden und Gräser eingesetzt: Storchschnabel, Salbei und Lampenputzergras.

Groß in Mode sind momentan sterile Kiesbeete, in denen sich am besten kein Pflänzchen rührt. Im Blühenden Garten ist gleich in zwei Bereichen zu sehen, wie es viel besser geht!

Im Gegensatz zu allen anderen Beeten im Blühen Garten waren für die Anlage der beiden Kiesbeete einige Vorarbeiten notwendig. Die Pflanzen, die hier gedeihen, sind sehr anspruchslos: Sie bevorzugen trockene, nährstoffarme Standorte.

Um dies zu gewährleisten, wird zunächst der vorhandene Humus abgetragen und der Bereich dann wieder aufgefüllt, z. B. mit einem Sand-Splitt-Gemisch. Dieses Material ist nicht nur sehr nährstoffarm, sondern sorgt auch dafür, dass Niederschlagswasser zügig abfließen kann. Als oberste Schicht wird eine Mulchschicht aus feinem Kies aufgetragen.

Die Pflanzenauswahl muss sorgfältig erfolgen, es dürfen nur Arten verwendet werden, die auf trockenen, steinigen Standorten gedeihen. 

  • Einige Pflanzenvorschläge:
    Koreaminze (Agastache rugosa)
  • Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
  • Bergminze (Calamintha nepeta)
  • Gold-Wolfsmilch (Euphorbia polychroma)
  • Elfendistel (Eryngium giganteum)
  • Gold-Distel (Euphorbia polychroma)
  • Kaukasus-Storchschnabel (Geranium renardii)
  • Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum)

Schnittlauch                  Kaukasus Storchschnabe       Elfendistel                  Gold Wolfsmilch            Blut-Storchschnabel

Vorteil des trockenen und nährstoffarmen Standortes: Die allgegenwärtigen „Unkräuter“ fühlen sich dort nicht sehr wohl und können nicht so leicht Fuß fassen. Dennoch benötigt auch ein Kiesbeet Pflege, so müssen auch hier unerwünschte Pflanzen möglichst frühzeitig entfernt werden. Auch kann es sinnvoll sein, auf extrem nährstoffarmen Standorten im Frühjahr einen stickstoffbetonten Mehrnährstoffdünger sparsam auszubringen. 

Den größten Vorteil haben jedoch die heimischen Insekten, die auf den Blüten einen reich gedeckten Tisch finden. Während der Pflanzarbeiten zum Blühenden Garten haben viele Bienen, Hummeln und Schmetterlinge gar nicht abgewartet, bis die Pflanzen tatsächlich eingepflanzt waren, sondern sind gleich auf die Blüten in den aufgelegten Töpfen geflogen.

Kiesbeet mit Koreaminze          Bergminze 

Die Gehölzauswahl für den Blühenden Garten möchte anregen, neben fremdländischen Arten auch heimische Bäume und Sträucher im Hausgarten zu verwenden.

Wolliger Schneeball                Kornelkirsche                     Eberesche Frucht

In den Randbereichen des Gartens finden daher ausschließlich Arten Verwendung, die auch in der Natur vorkommen, wie Schneeball (Viburnum lantana), Hasel (Corylus avellena), Liguster (Ligustrum vulgare), Felsenbirne (bot. Amelanchier ovalis), Kornelkirsche (Cornus mas), Eberesche (Sorbus aucuparia) und noch einige mehr.

Die Blüte dieser heimischen Gehölze ist in der Regel weniger spektakulär als bei den fremdländischen Gästen, dafür bieten sie andere Vorzüge: sie sind nicht nur robust und frosthart, sondern sie sind unverzichtbar für unsere heimische Tierwelt. 

So ist z. B. die Kornelkirsche mit ihrer sehr zeitigen Blüte ein wichtiges Nährgehölz für Bienen und andere Insekten, die schon mit den ersten Sonnenstrahlen ausfliegen, für Vögel ist sie ein wichtiges Nistgehölz und im Herbst freuen sich Kleinsäuger wie Haselmäuse und Siebenschläfer aber auch viele Vögel über die reifen Früchte.

Im Kernbereich des Blühenden Gartens sind dann auch nicht-heimische Ziergehölze zu finden. Die verwendeten Arten sind alle frosthart bei uns und vertragen auch längere trockene Sommerperioden. Ihr Vorteil ist nicht zu übersehen: Blütenfarben, Blütengröße aber auch der Blütenzeitpunkt bringen Abwechslung in den Garten!

Verwendet wurden z. B. Sommerflieder (Buddleja in Sorten), Frühlings-Tamariske (Tamarix parviflora) oder verschiedene Flieder (Syringa). 

Zwerg-Duftflieder

Im Hausgarten werden diese Ziergehölze am besten zur Einzelstellung an besonderen Standorten im Garten verwendet, z. B. an der Terrasse, an einem Nebengebäude oder an einer Treppe.
Einige heimische Arten können da durchaus mithalten: Kornelkirsche und Felsenbirne eignen sich ebenfalls zur Einzelstellung, in größeren naturnahen Gärten sicher auch die Hasel.

Andere heimische Straucharten, wie z. B. Liguster oder Schneeball, ergänzen gerade in größeren Gärten die Artenzusammensetzung in freiwachsenden Hecken.

In den letzten Jahren haben wir einige sehr heiße Sommer mit langen Trockenperioden erlebt, dann aber auch wieder Jahre mit sehr vielen Niederschlägen. Manch ein Wetterexperte prophezeit uns, dass wir uns an diese Extreme gewöhnen müssen.

Wie könnte man mit der Gartenbepflanzung darauf reagieren, besonders auch, damit in den heißen Jahren nicht alles verdorrt oder man nicht unentwegt gießen muss? Ausgeprägte Spezialisten für Trockenstandorte würden im normalen Gartenboden zwar in den trockenen Sommern bestens gedeihen, dafür aber in langen Regenmonaten versagen. Diese Pflanzen fühlen sich erst so richtig wohl, wenn ihnen der richtige Standort gegeben wird, im Blühenden Garten z. B. in den Kiesbeeten.

Viele weit verbreitete Gartenstauden, wie z. B. Phlox oder Sonnenbraut, mögen zwar das feuchte Wetter, versagen aber in langen Trockenperioden.
Für den Blühenden Garten wurden daher Stauden und Gräser zusammengestellt, die eine ausreichend breite Verträglichkeit bei der Wasserversorgung mitbringen. Sie kommen mit feuchten Sommern zurecht und vertragen auch viel Trockenheit.

Ein hervorragendes Beispiel für diese Pflanzen ist die hohe Fetthenne (Sedum Telephium Hybriden, Sedum spectabile): Sie gedeiht bestens im normalen Gartenboden, auch in verregneten Sommern. In ihren fleischigen Blättern kann sie aber auch Wasser speichern und so Trockenheit bestens überstehen. Im Staudenbeet rückt man sie gerne in den Vordergrund, sie wirkt die gesamte Vegetationsperiode über ansprechend. Den Höhepunkt bietet sie dann im Spätsommer/ Herbst mit der Blüte, und das nicht nur optisch: Bienen werden geradezu magisch angezogen von ihr! 

Fetthenne im Aufblühen

Silberährengras (Stipa calamagrostis), dunkle Blaunessel (Agastache rugosa Hybr.) Schafgarbe (Achillea filipendulina Hybr.) und roter Sonnehut (Echinacea purpurea) können diesen Beeten Struktur geben. Begleitet werden sie z. B. von Katzenminze, (Nepeta racemosa), Salbei (Salvia nemorosa) und einigen Arten des Storchschnabels (Geranium x cantabrigiense und magnificum).

   

Blaunessel                             rosa Sonnenhut                  Blaunessel, Sonnenhut und Katzenminze

Klein und eigentlich unscheinbar – und trotzdem läuten gerade diese zarten Pflanzen den Frühling ein und wir freuen uns jedes Jahr aufs Neue darüber bei den ersten warmen Sonnenstrahlen! An den ersten wärmeren Tagen im Jahr fangen aber z. B. auch Bienen an, auszufliegen und finden an den Blüten wieder Nahrung nach dem langen Winter.

Viele Frühlingsblüher fühlen sich am warmen Gehölzrand besonders wohl, im Garten also unter den Bäumen und Sträuchern. Dort nutzen sie die kurze, wärmere, aber noch laubfreie Zeit aus, um zu wachsen, zu blühen und auszureifen. Treiben die Gehölze dann später im Frühling aus, ziehen sich die Frühlingsblüher bis zum nächsten Jahr in den Boden zurück.

Winterling (Eranthis hyemalis), Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Schneeglöckchen (Galanthis nivalis) oder Blaustern (Scilla siverica) gedeihen dort hervorragend und können an diesem Standort nach der Blüte in Ruhe ausreifen. Den Krokus z. B. kann man aber auch gerne in Rasenflächen setzen. Damit er sich lange wohlfühlt, muss man den Pflanzen aber auch dort die Möglichkeit geben, nach der Blüte auszureifen und das Laub so lange stehen lassen, bis es sich von alleine zurückzieht. Nur so kann die Pflanze Kraft sammeln, um im nächsten Frühling wieder zu blühen! 

Buschwindröschen

Winterling

  

Schneeglöckchen                   Blaustern                        Krokus

Andere Frühlingsblüher eignen sich auch für trockene, eher nährstoffarme Standorte im Garten, im Blühenden Garten sind sie in den Kiesbeeten anzutreffen. Beispiele sind die breitblättrige Traubenhyazinthe (Muscari latifolium), die Stern-Tulpe (Tulipa tarda) oder die mehrblütige Tulpe (Tulipa praestans „Füsilier“).

Für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere wird der Lebensraum in unserer „aufgeräumten“ Landschaft immer enger, in Gärten können Rückzugsmöglichkeiten und Ersatzlebensräume entstehen.

Heimische Bäume und Sträucher, geeignete Blütenpflanzen und nicht zu viel Ordnung im Garten leisten dazu einen großen Beitrag.

Laub muss von Wegen und Rasenflächen weggeräumt werden – und kann unter Bäume und Sträucher zu Laubhaufen zusammen gerecht werden. Insekten, Igel aber auch z. B. Kröten finden hier Überwinterungsmöglichkeiten. Im Laufe des Sommers zersetzt sich das Laub dann ganz von alleine, ganz nebenbei entstehen so aus dem verrotteten Laub Nährstoffe, die die Sträucher brauchen, um weiter zu wachsen. 

Aber nicht nur Laub, auch aufgehäufte Zweige, Wurzelstöcke oder dicke Äste können unter Sträuchern langsam verrotten und bieten Unterschlupf für allerlei Kleintiere, die dann wieder Nahrung sind für Vögel oder sogar Fledermäuse.

Laub, Wurzeln, Zweige sind in der Natur kein Abfall, sondern der Beginn neuen Lebens. Wer zumindest einen Teil davon im Garten belässt, spart sich nicht nur die Mühe des Wegfahrens, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag für die Vielfalt der heimischen Tierwelt.

Kröte

Igel

Klettergarten

Der Schwabmünchner Luitpoldpark ist seit 2013 noch attraktiver geworden. Im Beisein von Vertretern aus Politik und der beteiligten Firmen eröffnete Erster Bürgermeister Lorenz Müller den Niedrigseil-Klettergarten  (zusammen mit dem Disc Golf Parcours). Nach der Segnung durch Stadtpfarrer Ammich nahmen viele Kinder den Klettergarten gleich in Beschlag.

Der Niedrigseil-Klettergarten ist eine Attraktion für Jung und Alt. Die Anlage bietet ein ähnliches Klettererlebnis wie ein Hochseilkletterparcours mit dem Unterschied, dass die Kletterhöhe auf drei Meter begrenzt ist. Damit sind außer dem vorhandenen Fallschutz keine weiteren Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, die Benutzung ist ohne zusätzliche Ausrüstung möglich. Die Nutzung des Klettergarten ist kostenlos.

Disc Golf

Im Rahmen des Projekts „Park für Alle“ ist der Luitpoldpark um eine Attraktion reicher geworden. Eine der schönsten Disc Golf Anlagen Deutschlands lädt zum Spiel mit der Frisbeescheibe ein.

Lernen Sie den schönen Sport kennen, der Jung und Alt verbindet und gemeinsam begeistert.

Die Spielidee:

Disc Golf ist eine moderne Variante des Golfspiels. Mit Frisbeescheiben oder speziellen Golf-Discs wird hierbei ein Hindernisparcours durchspielt. Dabei wird immer von der Position weitergespielt, an der die Frisbee liegen geblieben ist. Das Ziel, der Disc Golf Korb, sollte dabei mit so wenigen Würfen wie möglich erreicht werden. Eine Scheibe gilt als „eingelocht“, wenn sie in den Ketten hängt oder in der Auffangsschale darunter liegen bleibt. Wer die gespielten Bahnen mit der geringsten Wurfanzahl gemeistert hat, ist der Sieger. Spielen Sie mit um Birdie und Par im Luitpoldpark!

Bitte beachten Sie aber unbedingt folgende wichtigen Grundregeln

  • Vor jedem Wurf vergewissern, dass niemand die Flugbahn der Scheibe kreuzen wird. Erst werfen, wenn die Spielbahn absolut frei ist.
  • Beim Spiel Rücksicht auf Menschen, Tiere, Bäume, Pflanzen und Gegenstände des Parks nehmen! Keine Äste biegen, knicken oder entfernen.

Einen Übersichtsplan und eine Scorekarte gibt es unter „Downloads„.

Sicherheit:

Vor dem Wurf muss man sich vergewissern, dass niemand die Flugbahn der Scheibe kreuzen wird. Es darf erst geworfen werden, wenn die Spielbahn absolut frei ist. Keiner darf näher zum Ziel stehen als der werfende Spieler. Jeder Spieler haftet für Personen- oder Sachschäden.

Spielreihenfolge:

Es ist immer der Spieler an der Reihe, dessen Scheibe am weitesten vom Ziel entfernt ist.Dabei muss von der Stelle weitergeworfen werden, an der die Frisbee liegen geblieben ist. An der nächsten Bahn startet der Spieler mit dem besten Ergebnis als Erster.

Wertung:

Die Anzahl der Würfe werden von jedem Spieler selbst mitgezählt und nach einer beendeten Bahn in die Scorekarte eingetragen. Sieger ist der Spieler, der am Ende aller gespielten Bahnen die niedrigste Wurfanzahl benötigt hat.

Gesperrte Bereiche:

Gesperrte Bereiche sind auf den Abwurftafeln gekennzeichnet und begrenzen das

Spielfeld. Verlässt die Scheibe die Spielbahn, wird von der Stelle weitergespielt, an der sie die „Aus-Linie“ gekreuzt hat. Dann muss ein Strafwurf zum Ergebnis dieser Bahn addiert werden.

Wasserhindernisse:

Alle Bachläufe und Teiche werden wie gesperrte Bereiche (OB) behandelt. Hat die Scheibe keinen Kontakt zum Ufer oder ist vollständig von Wasser bedeckt, erhält man einen Strafwurf. Hinweis: Nicht alle Frisbees schwimmen. Gegebenenfalls diese Bahnen auslassen.

Rücksichtnahme:

Beim Spiel muss Rücksicht auf Menschen, Tiere, Bäume, Pflanzen und andere Gegenstände dieses Parks genommen werden. Haltet den Parcours sauber!

Für viele ist das Spiel neu und wird erst neu entdeckt. Um die Sicherheit und den Spielbetrieb für alle Leistungsgruppen aufrecht zu erhalten sind folgende Regeln zu beachten.

 

Der öffentliche Parcours wird nicht von einem Platzwart, Marshall oder einem Betreiber überwacht. Die Parkanlage wird nach dem BayNatSchG gepflegt, ist somit keine Golfanlage mit Intensivpflege. Daher ist es unbedingt erforderlich, dass sich jede Spielgruppe an folgende Regeln hält.

  1. Der Parcours kann ab dem 2. Sonntag vor Ostern (Frühlingsfest) bis maximal zum 15. Dez (kurz vor kalendarischer Winterbeginn) bespielt werden.
  2. Eine Flightgröße (Spielgruppe) sollte aus maximal 5 Personen bestehen.
  3. Die Spielbahnen müssen der Reihenfolge nach gespielt werden.
  4. Vorausspielende Gruppen dürfen nicht überholt werden, außer man erhält die Berechtigung durch Handzeichen signalisiert.
  5. Schneller spielende Gruppen von 2 und 3 Spielern sollten die Möglichkeit zum Überholen gewährt bekommen.
  6. Wird eine Gruppe im Spiel durch Suchen einer Frisbee aufgehalten, so soll sie nachfolgende Gruppen passieren lassen.
  7. Einzelspieler haben keine Berechtigung zum Überholen.
  8. Auf den kreuzenden Bahnen wie 15 und 16 und auf Bahn 13 und 8 hat die Bahn mit der höheren Nummer Vorrang.
  9. Zügiges Entfernen vom Korb ermöglicht der nachfolgenden Gruppe den Start an dieser Bahn.Nachfolgenden Gruppen soll dies mit Handzeichen signalisiert werden.
  10. Trainieren an einzelnen Bahnen ist nur an wenig frequentierten Tagen möglich.
  11. Das Biegen von Ästen, sowie die Vorteilnahme durch Knicken und Entfernen von allen Teilen der Büsche und Bäume widerspricht den Disc Golf Regeln und beschädigt Teile des Parks. Eine Position zum Weiterspielen soll naturverträglich eingenommen werden.
  12. Beschädigungen an Teilen des Disc Golf Parcours werden strafrechtlich verfolgt.

 

Gespielt werden kann auf dem Disc Golf Parcours mit jeder handelsüblichen Frisbeescheibe. Jedoch weisen Markenprodukte weit bessere Flugeigenschaften auf und spezielle Disc Golf Scheiben sind das optimale Spielgerät für maximalen Spaß.

Die Golf – Frisbees fühlen sich schwerer an und sind mit etwas Übung sehr zielgenau und weit zu werfen. Das höhere Gewicht ist gerade bei windigen Verhältnissen und beim Puttwurf in die Ketten des Zielkorbs von Vorteil.

Die Auswahl an Modellen im Handel ist enorm. Meist reicht jedoch eine Allround-Golf-Scheibe um die ersten 18 Bahnen zu durchspielen. Entgegen dem Frisbee Strand- und Parksport sollte unbedingt jeder Spieler eine eigene Scheibe haben.

Der Durchmesser dieser verhältnismäßig günstigen Sportgeräte ist meist gleich. Im Gewicht differieren sie allerdings von ca. 130 Gramm bis 180 Gramm. Hier sollten Kinder bis ca. 10 Jahre eher die leichteren Modelle spielen, rät Michael Kobella vom Disc Golf Verein. Frauen bevorzugen meist Scheiben über 150 und bis zu 165 Gramm. Ausnahmen bilden hier die neuen luftgefüllten Modelle (Bubbles).

Über die Form des Rands kann der Hersteller der Disc verschiedene Flugeigenschaften geben. Manche Formen gleiten beim Flug in eine Rechtskurve und andere beschreiben einen großen Linksbogen. Beim Rechtshänder tendiert jedes Modell, sobald die Rotation nachläßt nach links. Daher gleiten rechtsfliegende Discs meist weiter. Schwerere Modelle sind schwieriger in Rotation zu versetzen und benötigen mehr Kraft und Technik beim Wurf.

Ein gutes Grundsortiment besteht aus einem Fairway-Driver (weitere Distanzen), einer Mid-Range (mittlere Distanz) und einem Putter (Zielwurf).

Dies ist eine grobe Einführung in die Welt der Scheibenauswahl. Der letzte Kniff liegt allerdings oft im Detail und wer seine Lieblingsscheibe gut beherrscht, der weiß, das Übung auch hier den Meister macht.

Deutsches Disc Golf Portal

www.discgolf.de

Parcours in der Umgebung

Bad wörishofen

Weilheim

Neu-Ulm

Söhnstetten (Heidenheim)

Reutlingen

Clubs in der Umgebung

www.discgolfguerilla.de
www.wsca.de

Lebendiges Wasser

Der Luitpoldpark Schwabmünchen hat sich – nicht zuletzt durch die Umsetzung des LEADER-Projekts „Park für Alle“ mit Kletterpark und Disc-Golf-Parcours – als Freizeitareal mit regionaler Bedeutung etabliert.

Um auch weiterhin Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten für möglichst viele Besuchergruppen anbieten zu können, wurden mit dem Projekt „Lebendiges Wasser“ weitere Elemente in den Luitpoldpark integriert:

  • Anlage eines neuen Wassertretbeckens mit Fußfühlpfad und Sitzgelegenheiten
  • Renaturierung der Bachufer in diesem Teil des Parks mit Rückbau der bisherigen Wassertretanlage
  • Ergänzung des Spielplatzes durch Wasserspielelemente.

Im Beisein von Vertretern aus Politik und Behörden sowie des Verschönerungsvereins, des Kneippvereins, der Künstlergruppe „fotokollektiv“ und von Kindern des nahen Luise-Scheppler-Kindergartens konnte Erster Bürgermeister Lorenz Müller im Mai 2018 die neuen Elemente nach der Segnung durch Stadtpfarrer Christoph Leutgäb eröffnen.

Park für alle

Das Projekt „Luitpoldpark Schwabmünchen – Park für Alle“ wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Begleitung der Fördermaßnahme erfolgt über die Regionalentwicklung Begegnungsland Lech-Wertach e.V. und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen. 

Lech-Wertach Begegnungsland

Weiterführende Links

Downloads

Nach oben scrollen